30. August 2017

Neuzugänge August 2017





Heute zeige ich euch meine Neuzugänge aus dem August! ♥

Tatsächlich bin ich eigentlich nicht so die Bücherkäuferin, weil ich viele nur aus der Bücherhalle ausleihe und damit eigentlich ganz gut zurecht komme. Außerdem sage ich mir immer, dass ich nicht so viel Geld "nur" für Bücher ausgeben sollte.
Naja, nur, weil ich mir das sage, klappt es aber nicht immer! 😂😋

Insgesamt sind vier Bücher bei mir eingezogen, drei Vorablesen-Leseexemplare und ein Geschenk. Zu all diesen Büchern sind meine Rezensionen also schon gepostet oder noch unterwegs. 💪

Hier ← geht es zu den Rezensionen, die ich schon geschrieben habe.
Viel Spaß beim Lesen... 😙


1.) Rock my body - Jamie Shaw
Als Dee Dawson das erste Mal auf den sexy Gitarristen Joel der Band „The Last Ones To Know“ trifft, weiß sie eines ganz genau: Auch ihn wird sie in kürzester Zeit um den Finger gewickelt haben! Schließlich konnte ihr noch nie ein Mann lange widerstehen...


Das Buch habe ich doch tatsächlich schon verschlungen und heiß geliebt! Kann ich euch nur empfehlen.
Ich habe das Buch jedenfalls mit

4 von 5 Sternen
⭐⭐⭐⭐

bewertet.

2.) Friesenglück - Anni Deckner

Franzi von Liebermann hat eine große Zukunft vor sich. Eines Tages wird sie das Gut und die Pferdezucht ihrer wohlhabenden Großmutter in Friedrichskoog übernehmen. Bis dahin muss sie sich jedoch mit der eigensinnigen alten Dame gutstellen. Und diese wünscht sich nichts sehnlicher, als ihre einzige Erbin endlich in festen Händen zu sehen. Am liebsten in denen des gut betuchten Johannes von Berendes. Doch Franzi kann Johannes nicht leiden und denkt gar nicht daran, ihn zu heiraten. Viel besser gefällt ihr da der verwegene Zimmermann Luke, den sie auf einem ihrer Ausritte am Strand kennengelernt hat. Seine gradlinigen Art und seine Lebensfreude beeindrucken die junge Erbin. Doch Franzis Großmutter hat noch ein Ass im Ärmel…



Dieses eBook habe ich auf Vorablesen gewonnen, danke schön noch mal! ♥ Ich habe mich riesig darüber gefreut, denn (1.) freue ich mich immer über Bücher, (2.) war es also kostenlos und (3.) hat es mir suuuuper gut gefallen und ich habe schlussendlich auch

4 von 5 Sternen
⭐⭐⭐⭐

vergeben. 💪
Und ja, ich weiß, das hier wird schon fast ein halber Lesemonat, aber ich versuche eigentlich immer, alle meine neuen Bücher sofort zu lesen, damit sie nicht auf meinem S.U.B. landen.


3.) Herbstfunkeln: Cornwall seasons 1 - Cara Lindon

Mann weg, Job weg, Wohnung weg – kurz vor ihrem 30. Geburtstag hat Alys alles verloren. Zutiefst unglücklich kehrt sie zurück ins romantische Cornwall, ins Haus ihrer Großmutter. Mit Schokolade, Büchern und ihren besten Freundinnen versucht sie sich zu trösten, aber das Leben erscheint ihr leer. Um nicht mehr so allein zu sein, adoptiert sie Mr. Cat, einen missmutigen Kater aus dem Tierheim. Gerade hat Alys sich ihrem Dasein als einsame Katzenfrau abgefunden, da treten gleich zwei Männer in ihr Leben. Der sympathische Jory, mit dem Alys lachen kann, und der erfolgreiche Daveth mit den stahlgrauen Augen, der sie verwöhnt. Das Gefühlschaos ist perfekt. Nun muss Alys sich entscheiden: Kann sie ihrem Herz vertrauen oder steht ihre Vergangenheit ihrem Glück im Weg?



Ja, ich geb's ja zu. Auch dieses eBook habe ich schon gelesen. Schaut doch einfach mal bei der Rezension vorbei, wenn ihr wissen wollt, warum ich dem Buch "nur"

3 von 5 Sternen

gegeben habe. An dieser Stelle noch mal herzlichen Dank an Vorablesen für das kostenlose Leseexemplar!

4.) Als der Teufel aus dem Badezimmer kam - Sophie Divry

Sophie ist jung, qualifiziert, kreativ – und hat keinen Cent mehr in der Tasche. Die Aufträge als freie Mitarbeiterin bei einer Tageszeitung bleiben aus, die Rechnungen am Ende des Monats hingegen treffen verlässlich ein. Was tun, oder besser: Was nicht mehr tun?, fragt sie sich, während der Teufel ihr im Nacken sitzt und sie beständig in Versuchung führen will. Doch gibt sie ihm nicht nach und schreibt stattdessen einen Roman, in dem ihre Phantasie Königin ist und die Begrenzungen der Realität aufhebt. Vor dem Hintergrund ihrer alltäglichen Nöte, ihrem Kampf mit den Tücken der Bürokratie und ihrer wachsenden Vereinsamung zündet Sophie lustvoll ein literarisches Feuerwerk, setzt ihrer Misere ein reiches Spiel der Sprache und Formen entgegen...

Yuhuuu, bei diesem Buch handelt es sich um das allererste Printexemplar, das ich bei Vorablesen gewonnen habe!! Allein deshalb werde ich es immer positiv in Erinnerung behalten. Ob das Buch wirklich hält, was es verspricht, muss ich allerdings noch herausfinden, weil ich es - Schande über mich - noch nicht gelesen habe. 😣😱

So, das war's dann erst mal von meiner Seite aus. So schlimm bin ich diesen Monat ja gar nicht ausgeartet (kleines Eigenlob, haha...). 😂💪
Wie viele Bücher sind denn bei euch neu eingezogen? Lasst es mich in den Kommentaren wissen. ♥

Und ansonsten: Fühlt euch gedrückt und bis zum nächsten Blogpost,
Claudia 📖

27. August 2017

Der Weg in die Dunkelheit: Die Schöpferin - Erica O'Rourke





Preis: 11,99
Seitenanzahl: 370
Erscheinungsdatum: 15. Juli 2013
Verlag: blanvalet
Originaltitel: Torn 03. Bound
Reihe: Der Weg in die Dunkelheit


Beschreibung:


Mo Fitzgerald hat sich entschieden: für ein Leben in Chicago, für eine Zukunft mit Colin – und damit gegen den mysteriösen Luc und die Magie. Aber dann erheben sich erneut die übernatürlichen Mächte und ein Krieg bricht aus, der auch Mos normales, menschliches Leben bedroht. Je mehr Mo sich bemüht, ihre zwei Welten voneinander zu trennen, desto tödlicher werden die Konsequenzen. Plötzlich muss sie alles riskieren: ihr Leben, ihre Liebe, ihre Zukunft. Oder sie wird alles verlieren!

 

Meine Meinung:

Bevor ich meine Meinung genauer darlege, möchte ich sagen, dass dieser Band leider der ist, der mir am wenigsten aus der Trilogie gefallen hat. Ich war beim Lesen teilweise sehr hin- und hergerissen, da mich manches wie gewohnt sehr begeistert hat, anderes aber auch nicht.

Zunächst habe ich sehr lange gebraucht, bis ich wieder in die Fantasywelt hineingekommen bin. Obwohl seit Band 2 nicht viel Zeit vergangen ist, fiel es mir wirklich sehr schwer, mich auf die Geschichte von Mo, Luc und Colin zu konzentrieren. Um es kurz zu halten: Ich bin eigentlich bis fast zum Ende nicht wieder in einen entspannten Lesefluss hineingeraten, weil die Spannung in diesem Buch meiner Meinung nach sehr nachlässt.

Dies liegt nicht an fehlenden Handlungen etc., sondern aus meiner Sicht daran, dass in diesem Teil der Trilogie einfach nichts Neues mehr geschieht. Wie schon in Band 1 und 2 zweifelt die Protagonistin an ihren Fähigkeiten, bemüht sich, ihre zwei Welten auseinander zu halten, die Welt zu retten und sich zwischen Colin und Luc zu entscheiden. 
Auf den ersten Blick klingt dies wohl sehr atemberaubend und fesselnd. Für mich war es das jedoch nicht, da die Autorin bis auf ein paar Kleinigkeiten rein gar keine neue Idee zum Vorschein bringt.

Kommen wir direkt zu meinem nächsten Kritikpunkt, welcher unweigerlich mit dem letzten zusammenhängt. Maura ist in „Die Schöpferin“ mehrmals davon überzeugt, sich selbst sehr verändert zu haben. Diese großartige Charakterwandlung konnte ich als Leserin allerdings nicht so ganz nachvollziehen bzw. entdecken. Es hat in diesem letzten Teil den Anschein, als wäre sie gar nicht an ihren letzten Abenteuern gereift und hätte sich kein Stück geändert. Die Protagonistin fällt in alte Verhaltensmuster zurück, macht alte Fehler und auch die anderen Charaktere der Geschichte spielen für mich mehr oder weniger die gleiche Rolle wie zu Beginn der Trilogie.

Insgesamt war ich es in „Der Weg in die Dunkelheit 3“ nun langsam satt, immer von den gleichen Eskapaden zu lesen, sodass jedenfalls bei mir kein Spannungsgefühl aufkam.

Hin- und hergerissen bei meiner Bewertung war ich allerdings dadurch, dass es auch noch viele Punkte gab, die mich wie immer beeindruckt haben. Zum einen hat sich die Autorin auch in diesem Teil ein fulminantes, packendes Ende überlegt, bei dem mich die Geschichte dann doch mitreißen konnte. 

Zum anderen bewundere ich Erica O‘Rourkes Schreibstil zutiefst, da er schon eine gewisse Epik in die Geschichte bringt. Die stimmungsvolle Wortwahl und Beschreibungen der Magie lassen auch in diesem Band nicht nach und sorgen für eine tolle Atmosphäre, trotz Spannungsmangel.

Meine Begeisterung für den wundervollen Schreibstil der Autorin und die magische Gänsehautstimmung haben also insgesamt bei meiner Meinung über dieses Buch mit der fehlenden Charakterentwicklung und dem Mangel an Spannung gekämpft. 
Daran, dass ich zuletzt erleichtert war, „Die Schöpferin“ aus der Hand legen zu können, sieht man allerdings, dass mir das Lesen zeitweise nicht die gewohnte Freude bereitet hat.


  2,5 von 5 Sternen

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Bis zum nächsten Post, Claudia

24. August 2017

Wenn du stirbst, zieht dein ganzes Leben an dir vorbei, sagen sie - Lauren Oliver








Preis: 8,99
Seitenanzahl: 448
Erscheinungsdatum: 23. August 2010
Verlag: Carlsen
Originaltitel: Before I fall



Beschreibung:




Was wäre, wenn heute dein letzter Tag wäre? Was würdest du tun? Wen küssen? Und wie weit würdest du gehen, um dein Leben zu retten? Samantha ist hübsch, beliebt und hat den perfekten Freund. Der 12. Februar sollte für sie eigentlich ein ganz normaler Tag werden. Stattdessen ist es ihr letzter. Sie stirbt bei einem Autounfall – und wacht am Morgen desselben Tages wieder auf. Sieben Mal durchlebt Samantha diesen 12. Februar, um schließlich zu begreifen, was wirklich im Leben zählt.


Meine Meinung: 


Ich habe mir dieses Buch aus der Zentralbibliothek auf dringenden Wunsch einer Freundin ausgeliehen und nun auch endlich gelesen. Ich springe wahrscheinlich spät auf diesen Zug auf, aber ich muss sagen, dass mich „Wenn du stirbst...“ auf eine seltsame Art und Weise wirklich berührt hat.

Die Idee, die dem Klappentext entnommen werden kann, hat mich schon von Anfang an fasziniert. Deshalb war ich sehr gespannt, ob die Autorin das Beste daraus machen würde oder ob mir die Umsetzung gar nicht gefallen würde. Ich kann es schon einmal vorab verraten: Meiner Meinung nach sind die Idee und die Umsetzung davon gleichermaßen grandios!

Die Protagonistin Samantha macht innerhalb der sieben Wiederholungen des 12. Februars eine extreme Charakterwandlung durch. Zu Beginn konnte ich sie, so wie sie sich selbst dargestellt hat, überhaupt nicht leiden. Wahrscheinlich hat es aus diesem Grund eine Weile gedauert, bis ich in den Fluss der Geschichte hineingekommen bin. Der erste 12. Februar quillt nur so vor Klischees über: Sam wirkt wie eine von vier Mobbertussen, die den anderen das Leben in der Highschool definitiv versalzen. Sie ist mit dem besten Typen zusammen. Auf der wöchentlichen Party wird eine Mitschülerin terrorisiert, Alkohol bis zum „Geht-nicht-mehr“ getrunken und die Protagonistin scheint all dies auch noch toll zu finden. Kurz um, anfangs war ich mir nicht sicher, ob ich mir dieses klischeehafte Gehabe von Samantha noch länger antun sollte.

Jedoch kommt es durch den Autounfall und den sich wiederholenden Tag dazu, dass Sammy versucht, ihr Leben zu verändern. Sie versucht, aus dem einen Tag, der ihr noch bleibt, das beste zu machen und so viel wie möglich wieder gerade zu biegen. Nicht nur ihre Charakterwandlung von einer gefühllosen Tusse zu einem bewundernswerten, erwachsen gewordenen Mädchen hat mich begeistert.

Auch der Fakt, dass sie den 12. Februar von nun an so bestmöglich leben möchte, hat mich zum Nachdenken angeregt. Jeder Leser, der dieses Buch liest, wird irgendwann vor die Frage gestellt: Lebe ich mein Leben so, wie ich es leben sollte? Oder bin ich doch kein Stück besser als die Samantha, die der Leser am Anfang kennenlernt? Dieses eigentlich sehr lebhafte Buch zeigt so eine ganz andere, tiefgründigere, verletzlichere Seite von sich. In einem Zitat heißt es:



„So viele Dinge sind plötzlich schön, wenn man nur genau hinsieht.“ ("Wenn du stirbst, zieht dein ganzes Leben an dir vorbei, sagen sie", S. 326)



Genau diese Nachricht vermittelt der Roman von Lauren Oliver unter anderem. Und das ist es, was das Buch aus meiner Sicht so besonders macht.

Neben dem locker, humorvollen Schreibstil, der perfekt zu Sam passt und vielen Insiderwitzen wie „Popp nie ohne Präser!“, die mich an mich und meine Freundinnen erinnern, möchte ich noch einen weiteren Punkt ansprechen.

Das Ende. Müsste ich es beschreiben, würde ich sagen, es ist eine Hassliebe von mir. Ich jedenfalls habe absolut nicht mit diesem Ende gerechnet. Es hat mich schockiert, berührt, glücklich und traurig zugleich gemacht. Allein schon deswegen lohnt es sich, das Buch zu lesen.

Alles in allem stecke ich mit den Gedanken immer noch in Sammys Welt fest. Die tiefgründige Seite des Buchs regt wohl jeden Leser zum Nachdenken an und lässt mich fragen, ob ich mein Leben nicht vielleicht auch ändern sollte.


4 von 5 Sternen

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Lebt euer Leben!😱😍
Claudia♥

23. August 2017

Don't tell me lies - Corey Ann Haydu





Preis: 9,95
Seitenanzahl: 352
Erscheinungsdatum: 01. Mai 2015
Verlag: dtv Verlagsgesellschaft

Beschreibung:


Tabitha fühlt sich von allen unverstanden - der Junge, in den sie verliebt ist, ist bereits vergeben und ihre beste Freundin wendet sich einfach von ihr ab. Da entdeckt sie im Internet die Website 'Life by Committee'. Endlich hat sie das Gefühl, unter Gleichgesinnten zu sein, denn hier sind alle, genau wie sie, auf der Suche nach einem mutigeren, spannenderen Leben. Anonym vertrauen sich die Mitglieder ihre intimsten Geheimnisse an und erhalten Aufgaben, die sie erfüllen müssen. Doch je mehr Tabitha von sich preisgibt, desto klarer wird ihr, dass 'Life by Committee' weder so unschuldig noch so anonym ist, wie es anfangs schien. Und dass ihre Geheimnisse nicht sicher sind…



Meine Meinung:




Wie eben schon angesprochen, hat mich die Autorin mit diesem Klappentext sofort gekriegt. Die Idee und das Thema, auf dem das Buch basiert, klangen für mich wahnsinnig interessant. Zusätzlich haben sie mich mit den Aufgaben vom virtuellen Spiel, die die Jugendlichen jedoch in der echten Welt erledigen müssen, auf Anhieb ein wenig an „Erebos“ von Ursula Poznanski erinnert. Kurz gesagt, ich bin immer noch begeistert von der Idee und denke, dass man daraus sehr viel hätte machen können.

Leider bin ich der Meinung, dass Corey Ann Haydu nicht so viel aus ihrer Idee herausgeholt hat wie möglich gewesen wäre. Die Grundidee von „Don‘t tell me lies“ begeistert mich noch immer sehr, allerdings lässt die Umsetzung in diesem Buch meiner Meinung nach zu Wünschen übrig.

Die Geschichte wird aus der Sicht von Tabitha - einer sechzehnjährigen, rebellischen Teenagerin – erzählt. Lange Zeit, eigentlich bis zum Ende, wurde ich nicht warm mit ihr, da Tabitha mir schlichtweg gar nicht sympathisch war. Sie verkörpert fast den ganzen Roman über das Mädchen, das ich eben nicht sein möchte: Ein Mädchen, das mit dem Freund einer anderen rummacht und glaubt, sie wäre in ihn verliebt. Ein Mädchen, das sich ausschließlich für Jungs interessiert. Lediglich der Fakt, dass sie genauso gerne liest wie ich, verbindet mich mit diesem fiktiven Charakter. Von daher ist ziemlich klar, dass ich für Tabitha bis zum Ende fast keine Sympathie gehegt habe. Darüber hinaus konnte ich mich nicht mit dem Gedanken anfreunden, dass sie bis zum Schluss jede Aufgabe von ‚Life by Committee‘ ohne Murren erledigt, ohne zu merken, wie sehr sie ihr Leben damit zerstören könnte.

Irgendwann hat mich Tabitha mit ihrer Art, ihrem Verhalten und ihren Gedanken einfach nur noch genervt. Im Mittelteil des Romans findet man viele sich wiederholende Passagen vor. Immer wieder denkt die Protagonistin nur an Joe, wobei ihre Gefühle zwar nicht zu kurz kamen, mir aber nicht glaubwürdig genug beschrieben wurden. Auch die immer schwieriger werdenden Aufgaben der Internetcommunity meistert Tabitha meist ohne größere Hürden; erst ganz am Ende scheint sie sich wirklich der Konsequenzen ihrer Dummheiten bewusst zu werden.

Das überraschende Ende ist auch so ziemlich der einzig positive Punkt, der mich geflasht hat. Nach 200 Seiten hätte ich nicht gedacht, dass die Autorin das Ende noch so herausreißen würde. Aber Corey Ann Haydu überrascht mit einem bewegenden Ende mit einigen Wendungen, die ich nicht vorausgesehen habe. So wie der Schluss hätte auch das restliche Buch sein sollen! Meiner Meinung nach wird erst am Ende des Romans die Problematik der „Internetgefahr“ klar und Tabitha gewinnt einen Sympathiepunkt für ihr Handeln.

Obwohl ich das Buch mit einem positiven Ende hinter mir lasse, bin ich der Meinung, dass man keine Bücher empfehlen sollte, die die meiste Zeit ein negatives Gefühl in einem verbreiten. Da Tabitha mich größtenteils nur genervt hat und ich die Umsetzung lange nicht so gelungen finde wie die Idee, kann ich mich leider nicht im Nachhinein für „Don‘t tell me lies“ begeistern.


  3 von 5 Sternen



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Alles Liebe, Claudia 

Herbstfunkeln: Cornwall seasons 1 - Cara Lindon






Preis: 7,99 € Print & 1,99 € als eBook
Seitenanzahl:234
Erscheinungsdatum: 20. August 2017

 

Beschreibung:



Mann weg, Job weg, Wohnung weg – kurz vor ihrem 30. Geburtstag hat Alys alles verloren. Zutiefst unglücklich kehrt sie zurück ins romantische Cornwall, ins Haus ihrer Großmutter. Mit Schokolade, Büchern und ihren besten Freundinnen versucht sie sich zu trösten, aber das Leben erscheint ihr leer. Um nicht mehr so allein zu sein, adoptiert sie Mr. Cat, einen missmutigen Kater aus dem Tierheim. Gerade hat Alys sich ihrem Dasein als einsame Katzenfrau abgefunden, da treten gleich zwei Männer in ihr Leben. Der sympathische Jory, mit dem Alys lachen kann, und der erfolgreiche Daveth mit den stahlgrauen Augen, der sie verwöhnt. Das Gefühlschaos ist perfekt. Nun muss Alys sich entscheiden: Kann sie ihrem Herz vertrauen oder steht ihre Vergangenheit ihrem Glück im Weg? Gefühlvoll erzählt Cara Lindon eine bewegende Liebesgeschichte vor der bezaubernden Kulisse Cornwalls, die uns vor die Frage stellt, was wahre Liebe wirklich ausmacht und ob wir sie erkennen, wenn sie vor uns steht.

 

Meine Meinung:


Schon das wunderschöne Cover verbreitet eine heimelige Atmosphäre. Genau dieses Gefühl hatte ich dann anschließend beim Lesen des Romans auch. „Herbstfunkeln“ hat etwas ganz Authentisches an sich und die besondere Stimmung in Cornwall kommt auf Anhieb rüber.
Ein Zitat beschreibt treffend, wie sich die Atmosphäre des Buchs angefühlt hat:

„„Malerisch“, romantisch“ und „idyllisch“ lauteten die Worte, die Alys heraushörte, als sie neben ihrer Freundin durch die schmalen Gassen ging [...]“. (s. "Herbstfunkeln", S. 90)


Die Autorin unterstreicht den Charme des Buchs und Handlungsortes sehr gut, beispielsweise durch die kornischen Namen der Charaktere, die von der englischen Schreibweise abweichen. Solche kleinen Details haben mir sehr gut gefallen.

Auch die Idee des Buchs hat mir zugesagt. Alys befindet sich zu Beginn in einer Lage, vor der ich mich immer fürchte: Sie hat alles verloren. Aus dieser schwierigen Lebenssituation eine Geschichte der Selbstfindung und der Liebe zu basteln, ist eine tolle Idee für einen Roman, allerdings ist diese nicht ganz neu. Gestört hat mich dies jedoch nicht, da sich durch Liebesgeschichten oft dieses eine, bestimmte Grundmuster zieht.

Zu Beginn des Romans war mir die Protagonistin Alys sofort sympathisch. Vielleicht liegt dies daran, dass sie so am Boden war, dass der Leser nur Mitleid mit ihr empfinden kann. Andererseits geht Alys so souverän mit dem Tod ihrer Großmutter um, dass ich sie einfach gern haben musste. Gleichzeitig ist es als Leser auch schön, die besondere Freundschaft zu Chesten und Bree zu spüren. Die Verbindung zwischen den Dreien ist so inspirierend, dass es Spaß gemacht hat, ihren Schicksalen zu folgen.

Neben einzelnen Rechtschreib- und Grammatikfehlern sind mir leider einige weitere Punkte aufgefallen, die ich zu bemängeln habe. Zunächst zieht es sich konstant durch das Buch, dass die Autorin zu viel beschreibt und teilweise sehr wenig wörtliche Rede benutzt. Die Beschreibungen beschränken sich des Weiteren meist auf die Umgebung und Außenwelt, sodass mir so manchmal die Gefühle von Alys etwas zu kurz kamen. Die vielen Landschaftsbeschreibungen tragen zwar zu der angesprochenen Atmosphäre bei, wirken jedoch eindeutig der Spannung entgegen. Meiner Meinung nach zieht sich „Herbstfunkeln“ daher besonders im Mittelteil sehr und verleitet eher zur Langeweile. Wie Cara Lindon selbst treffend in ihrer Danksagung erwähnt hat: „Show, don‘t tell“. Ich persönlich hätte es mir gewünscht, dass die Autorin die Geschehnisse noch mehr zeigt und nicht nur nacherzählt.

Darüber hinaus war die Geschichte von Alys aus meiner Sicht absolut vorhersehbar. Es war für mich von Anfang an klar, ob und mit wem – Jory oder Daveth - sie schlussendlich zusammenkommen würde. Noch dazu wirkt es den Großteil der Zeit so, als würde Alys sich selbst noch nicht gefunden haben bzw. gar nicht wissen, was sie vom Leben will, da sie scheinbar immer noch der Zeit mit ihrem Exfreund hinterhertrauert.

Trotz meiner Kritik findet „Herbstfunkeln“ einen runden Abschluss und hinterlässt somit bei mir dann doch noch ein positives Gefühl. Ich bin gespannt, wie es in Band 2 und 3 mit Alys‘ Freundinnen Bree und Chesten weitergehen soll.

  3 von 5 Sternen

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An dieser Stelle möchte ich mich auch noch mal bei dem Vorablesen-Team für das kostenlose eBook bedanken!  Hier ← geht es zu Vorablesen.

  

Alles Liebe, Claudia

18. August 2017

Rock my soul - Jamie Shaw




Preis: 12,99
Seitenanzahl: 447
Erscheinungsdatum: 19. Juni 2017
Verlag: Blanvalet
Originaltitel: Chaos 


Beschreibung:


Als Kit Larson Shawn Scarlett das erste Mal Gitarre spielen sieht, ist es um sie geschehen! Doch nach einer verhängnisvollen Party wird Kit klar, dass sie für den hinreißenden Typen mit den grünen Augen nie mehr sein wird als ein One-Night-Stand…


Meine Meinung:


Wie ihr bereits aus meiner Rezension zu dem vorherigen Teil der Reihe wissen müsstet, liebe ich diese Buchreihe inzwischen total, seitdem ich sie im Urlaub entdeckt habe. Daran hat sich durch „Rock my soul“ auch nichts geändert. Schließlich bleibt die Autorin hier ihrem Stil treu und widmet Band 3 einem weiteren Bandmitglied und seiner potenziellen Partnerin.

Der Schreibstil in diesem dritten Teil gefällt mir genauso gut wie in Band 1 und 2. Jamie Shaw schafft es irgendwie, flüssig und locker zu schreiben, ohne dass dabei die geballten Emotionen zu kurz kommen. Besonders in „Rock my soul“ sind die Emotionen der Protagonistin Kit sehr deutlich.

Gleichzeitig wird auch die besondere Mayhem-Atmosphäre aufrecht erhalten, die ich als Leserin bereits aus den vorherigen Büchern kenne: ein wilder Mix aus Rockstardasein, echter Liebe zur Musik, wahre Freundschaft, das Zueinanderfinden, das Umherreisen mit der Band, … In „Rock my soul“ wird endlich einmal aus der Sicht eines (neuen) Bandmitglieds berichtet, weshalb die Musik eine größere Rolle spielt als zuvor bei Rowan und Dee. Die Liebe zur Musik, die Emotionen von Kit, wenn sie auf der Bühne steht oder Shawn beim Gitarre spielen beobachtet – all dies habe ich an der Protagonistin wert geschätzt. Mit dem Musik liebenden Part von Kit konnte ich mich direkt von Anfang an total identifizieren, obwohl ich zuerst die Angst hatte, sie nicht als neues Bandmitglied unter den vier Jungs akzeptieren zu können.

Genauso wie Dee und Joel sich von Rowan und Adam abheben, so tun es Kit und Shawn von den anderen. Shawn kennt der Leser ja bereits als den Bad Boy, der nach jedem Konzert mit einem anderen Groupie verschwindet. Meiner Meinung nach ist es daher sehr schön, dass man in „Rock my soul“ endlich eine gefühlsvollere Seite an ihm entdecken darf.

Kits Charakter einzuschätzen, fällt mir extrem schwer. Wie ich schon erwähnt habe, fiel es mir leicht, die Musik liebende Kit zu mögen. Sie besitzt außerdem viele weitere positive Eigenschaften, ihren Humor, ihre rockige Art und das Durchsetzungsvermögen, was sie nicht zuletzt ihren vier Brüdern zu verdanken hat. An ein paar Stellen im Buch merkt man dann aber auch ihr enormes Selbstbewusstsein, wenn sie selbst bemerkt, wie unglaublich perfekt ihr Körper aussieht. Mir war dies schon etwas zu viel des Guten, weil Kit dadurch manchmal schon etwas selbstverliebt bei mir rübergekommen ist – aber vielleicht muss man das als Rockstar auch sein…? Zusätzlich verstehe ich an mancher Stelle nicht, warum sie nun ausgerechnet so handelt und nicht anders. Dieses Problem hatte ich bei den anderen Büchern hingegen noch nicht.

Nun denn, trotzdem stellen Kit und Shawn zusammen ein wunderbares Double dar, die für viele atemberaubende Szenen sorgen. Auch sie habe ich schlussendlich in mein Herz geschlossen, wenn auch vielleicht nicht so sehr wie z.B. Rowan und Adam aus Band 1. Ich bin super gespannt auf den letzten Teil der Mayhem-Reihe und werde ihn mir sicherlich ganz bald zulegen.

4 von 5 Sternen

 Und  hier ← bekommt ihr es.
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Alles Liebe, Claudia