27. August 2017

Der Weg in die Dunkelheit: Die Schöpferin - Erica O'Rourke





Preis: 11,99
Seitenanzahl: 370
Erscheinungsdatum: 15. Juli 2013
Verlag: blanvalet
Originaltitel: Torn 03. Bound
Reihe: Der Weg in die Dunkelheit


Beschreibung:


Mo Fitzgerald hat sich entschieden: für ein Leben in Chicago, für eine Zukunft mit Colin – und damit gegen den mysteriösen Luc und die Magie. Aber dann erheben sich erneut die übernatürlichen Mächte und ein Krieg bricht aus, der auch Mos normales, menschliches Leben bedroht. Je mehr Mo sich bemüht, ihre zwei Welten voneinander zu trennen, desto tödlicher werden die Konsequenzen. Plötzlich muss sie alles riskieren: ihr Leben, ihre Liebe, ihre Zukunft. Oder sie wird alles verlieren!

 

Meine Meinung:

Bevor ich meine Meinung genauer darlege, möchte ich sagen, dass dieser Band leider der ist, der mir am wenigsten aus der Trilogie gefallen hat. Ich war beim Lesen teilweise sehr hin- und hergerissen, da mich manches wie gewohnt sehr begeistert hat, anderes aber auch nicht.

Zunächst habe ich sehr lange gebraucht, bis ich wieder in die Fantasywelt hineingekommen bin. Obwohl seit Band 2 nicht viel Zeit vergangen ist, fiel es mir wirklich sehr schwer, mich auf die Geschichte von Mo, Luc und Colin zu konzentrieren. Um es kurz zu halten: Ich bin eigentlich bis fast zum Ende nicht wieder in einen entspannten Lesefluss hineingeraten, weil die Spannung in diesem Buch meiner Meinung nach sehr nachlässt.

Dies liegt nicht an fehlenden Handlungen etc., sondern aus meiner Sicht daran, dass in diesem Teil der Trilogie einfach nichts Neues mehr geschieht. Wie schon in Band 1 und 2 zweifelt die Protagonistin an ihren Fähigkeiten, bemüht sich, ihre zwei Welten auseinander zu halten, die Welt zu retten und sich zwischen Colin und Luc zu entscheiden. 
Auf den ersten Blick klingt dies wohl sehr atemberaubend und fesselnd. Für mich war es das jedoch nicht, da die Autorin bis auf ein paar Kleinigkeiten rein gar keine neue Idee zum Vorschein bringt.

Kommen wir direkt zu meinem nächsten Kritikpunkt, welcher unweigerlich mit dem letzten zusammenhängt. Maura ist in „Die Schöpferin“ mehrmals davon überzeugt, sich selbst sehr verändert zu haben. Diese großartige Charakterwandlung konnte ich als Leserin allerdings nicht so ganz nachvollziehen bzw. entdecken. Es hat in diesem letzten Teil den Anschein, als wäre sie gar nicht an ihren letzten Abenteuern gereift und hätte sich kein Stück geändert. Die Protagonistin fällt in alte Verhaltensmuster zurück, macht alte Fehler und auch die anderen Charaktere der Geschichte spielen für mich mehr oder weniger die gleiche Rolle wie zu Beginn der Trilogie.

Insgesamt war ich es in „Der Weg in die Dunkelheit 3“ nun langsam satt, immer von den gleichen Eskapaden zu lesen, sodass jedenfalls bei mir kein Spannungsgefühl aufkam.

Hin- und hergerissen bei meiner Bewertung war ich allerdings dadurch, dass es auch noch viele Punkte gab, die mich wie immer beeindruckt haben. Zum einen hat sich die Autorin auch in diesem Teil ein fulminantes, packendes Ende überlegt, bei dem mich die Geschichte dann doch mitreißen konnte. 

Zum anderen bewundere ich Erica O‘Rourkes Schreibstil zutiefst, da er schon eine gewisse Epik in die Geschichte bringt. Die stimmungsvolle Wortwahl und Beschreibungen der Magie lassen auch in diesem Band nicht nach und sorgen für eine tolle Atmosphäre, trotz Spannungsmangel.

Meine Begeisterung für den wundervollen Schreibstil der Autorin und die magische Gänsehautstimmung haben also insgesamt bei meiner Meinung über dieses Buch mit der fehlenden Charakterentwicklung und dem Mangel an Spannung gekämpft. 
Daran, dass ich zuletzt erleichtert war, „Die Schöpferin“ aus der Hand legen zu können, sieht man allerdings, dass mir das Lesen zeitweise nicht die gewohnte Freude bereitet hat.


  2,5 von 5 Sternen

 Und  hier ← bekommt ihr es. 
Bis zum nächsten Post, Claudia

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