29. September 2017

Serien, Serien und noch mehr Serien


Wisst ihr, was ich abgesehen von Büchern noch abgöttisch liebe?

S e r i e n


Gerade jetzt, im Herbst, gibt es meiner Meinung nach nicht viele Dinge, die Serien schauen im Bett mit einem warmen Getränk überbieten können. Ich weiß, dass Serien nicht ganz das gleiche sind wie Bücher, aber auch an ihnen hängt mein Herz sehr♥ - und deshalb gehören sie auf diesen Blog. Basta😂 Vielleicht kann ich euch mit diesen Empfehlungen ja die ein oder andere Serie näherbringen!

Ich persönlich bin eher ein langsamer Seriengucker; deshalb habe ich noch nicht so viele Serien entdeckt zu meinen Lieblingen erkoren.
Wie alle von Instagram bestimmt wissen, ist Heartland meine absolute Lieblingsserie. Oh mein Gott, ich bin so froh, dass ich sie vor circa einem Jahr entdeckt habe! 😍Inzwischen habe ich Staffel 9 beendet und hoffe so sehr, dass Staffel 10 irgendwann noch mal in Deutschland rauskommt.
Worum geht es in dieser Serie?
Der Ort Hudson liegt im Vorgebirge der Rocky Mountains und ist die Heimat der „Heartland“-Ranch. Dort lebt die 15-jährige Amy zusammen mit ihrem Großvater Jack und ihrer älteren Schwester Lou. Auf der Ranch werden Pferde, die seelisch oder körperlich krank sind, geheilt. Nachdem ihre Mutter bei einem Autounfall ums Leben gekommen ist, muss die junge Pferdeflüsterin Amy ihr ganzes Talent unter Beweis stellen, um die Familienranch zu retten und den Betrieb am Laufen zu halten.

Ich kann euch aber vergewissern, Pferde sind zwar Bestandteil dieser Serie, aber es geht um so viel mehr als "nur" darum: Familienprobleme, Liebe, Dramen - einfach toll! Heartland ist unter anderem daran Schuld, warum ich unbedingt mal nach Kanada möchte...😍😣

Dann wollte ich euch auch noch Grey's Anatomy vorstellen. Die Hälfte von euch kennt die Serie bestimmt schon. Es handelt sich hierbei um eine total spannende Arztserie, die aber auch das Thema Liebe thematisiert.
Ich schaue Grey's Anatomy schon seit Jahren und bis jetzt bin ich immer noch so begeistert wie am Anfang. Besonders gut ist natürlich, dass es so viele Staffeln gibt!😉

Und zu guter Letzt bin ich aktuell bei Gossip Girl gelandet, weil ich Heartland jetzt ja nicht weiterschauen kann.
Ich weiß nicht - in den letzten Wochen habe ich mich manchmal schon morgens auf meinen gemütlichen Abend mit einem Buch und GG gefreut. Viele kennen die Serie schon, so neu ist sie ja nicht. Ich habe sie tatsächlich schon mal begonnen, dann aber abgebrochen, weil mir die ganze Zicken- bzw. Lästerthematik nicht so gefallen hat. Nun bin ich aber wieder richtig im Fieber und freue mich auf die sechs Staffeln, die noch vor mir liegen!💪


Vielleicht konnte ich euch meine "Serienprojekte" etwas näher bringen. Ich bin immer wieder enttäuscht, wie wenig Leute Heartland kennen. Für meinen Geschmack bekommt diese Serie viel zu wenig Aufmerksamkeit.
Beim nächsten Blogpost wird es wieder um Bücher gehen, keine Sorge... 😂 Lasst mich doch mal in den Kommentaren wissen, was eure Lieblingsserie ist. Ich freu' mich nämlich immer über weitere Ideen, was ich so schauen könnte!

Ich wünsch euch einen gemütlichen Serienabend,
Claudia♥

26. September 2017

In einem anderen Licht - Katrin Burseg






Preis: 18,00
Seitenanzahl: 320
Erscheinungsdatum: 08. September 2017
Verlag: List Verlag


Beschreibung:


„Fragen Sie Dorothea nach Marguerite.“ Miriam bekommt anonyme Briefe mit nur diesem Satz geschickt. Dorothea Sartorius ist die charismatische Witwe eines Reeders und eine große Mäzenin in Hamburg. Gemeinsam mit ihr bereitet Miriam gerade die Verleihung des Sartorius-Preises für Zivilcourage vor. Dorothea beantwortet Miriams Frage nicht, ermuntert sie aber, nach dem Absender der Briefe zu suchen. In einem Beginenhof an der Schlei findet Miriam eine alte Bewohnerin und Antworten, die ihr Weltbild ins Wanken bringen. Dorothea war in den 70er Jahren Mitglied in einer linksextremen Terrorgruppe. Die frühere Freundin und politische Weggefährtin von Dorothea erhebt schwere Anklage: „Sie hat uns verraten. Sie hat alles verraten, was ihr heilig war.“


Meine Meinung: 


Der Grund, weshalb ich mich für dieses Buch auf Vorablesen beworben hatte, war, dass mir die behandelten Themen laut Klappentext und Leseprobe schon sehr gut gefallen haben. Jetzt – nach dem Lesen – kann ich sagen, dass es sich bei diesem Buch aus meiner Sicht um ein sehr beeindruckendes Exemplar handelt. In „In einem anderen Licht“ werden sehr viele schwierige und vor allem auch emotional schwierige Themen zu einer Geschichte verarbeitet: unter anderem der Umgang mit Verlusten, Trauer, die zweite Liebe, Terror, usw. Dies macht den Roman allein schon zu einem sehr bewundernswerten Werk, das mich zumindest extrem zum Nachdenken angeregt hat.

An dieser Stelle möchte ich zugeben, dass mich diese hohe Emotionalität der Geschichte und das Schicksal von Miriam so sehr gerührt und gepackt hat, dass ich sogar während des Lesens ein paar Tränen verdrückt habe. Für mich stellen Bücher, die solch etwas schaffen, immer etwas sehr Besonderes dar.
Im Bezug auf den Schreibstil ist die Autorin für meinen Geschmack manchmal schon in zu viele Beschreibungen abgerutscht. Zusätzlich wurde auf das ganze Buch gemessen sehr wenig wörtliche Rede verwendet. Diese Kombination aus ausschweifenden Beschreibungen und wenig Gesagtem führte leider bei mir dazu, dass sich „In einem anderen Licht“ an manchen Stellen etwas gezogen hat – der natürliche Fluss der Geschichte wurde ein wenig ausgebremst.

Trotz meiner Kritik bin ich sehr von dem nachdenklichen Schreibstil überzeugt worden. Die Autorin benutzt sehr viele Vergleiche, Wortspielereien und Metaphern, um den Gefühlen Ausdruck zu verleihen und der Geschichte Atem einzuhauchen:


„Dorothea Sartorius‘ Worte hallten nach, dunkel wie ein Akkord in a-Moll.“ („In einem anderen Licht“, S. 72, Z. 7 f.)


Anhand dieses Zitats wird – finde ich – deutlich, wie gut ihr dies gelingt. Auch immer wiederkehrende Metaphern, wie z.B. der in Miriam hausende Rabe, haben bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen.

Weiterhin positiv aufgefallen ist mir, dass der Titel des Romans auch genau so im Buch vorkommt und sogar erklärt wird. Der Titel des Buchs erlangt so also an Bedeutung.

Abgesehen davon war es für mich sehr schön, zu sehen, dass die Geschichte Miriams zum größten Teil in Hamburg und an der Schlei liegt – meiner Heimatstadt und Umgebung. Einerseits konnte ich sehr viele Orte wiedererkennen, andererseits wurde ich von der Beschreibungskraft der Autorin auf‘s Neue überrascht.

Auch Miriam, die Protagonistin, ist mir fast immer sehr sympathisch gewesen. Mit ihren vielen beeindruckenden Charakterzügen, wie ihre Neugier und ihr starker, unbrechbarer Wille, ist sie mir sofort ans Herz gewachsen. Die Beziehungen zwischen ihr und anderen Charakteren beschert einem teilweise wunderschöne Lesestunden mit einer heimeligen Familienstimmung.

Leider wird diese aus meiner Sicht oft von eher negativen Stimmungen überschattet. Wie ich auch schon positiv angemerkt habe, werden sehr viele schwierige Themen in diesem Roman behandelt, weshalb man auch davon ausgehen muss, dass das Lesen nicht immer so unheimlich viel Spaß machen wird. Terror ist nun mal nicht spaßig. Schade ist es meiner Meinung nach, dass ein gewisser geschichtlicher Hintergrund bei diesem Buch vorausgesetzt wird. Ich für meinen Teil kannte mich nicht sehr gut mit dem RAF-Terror aus und wurde somit ins kalte Wasser geschmissen.

Alles in allem ist es aber toll, dass die Autorin Katrin Burseg mit „In einem anderen Licht“ einen Roman über ein so wichtiges Thema geschrieben hat, dabei aber auch viele weitere Aspekte mit eingebunden hat, die bei einem Roman zur Unterhaltung nicht fehlen sollten. Die Themenwahl und der wundervolle Schreibstil sind letzten Endes ausschlaggebend für meine Meinung gegenüber des Buchs und die Bewertung gewesen.

Danke noch mal an das Vorablesen-Team für das tolle Leseexemplar!

4 von 5 Sternen

Und  hier ← bekommt ihr es.

  Hier ← geht es zum Buch auf der Verlagsseite.


*gesponsorte Produktplatzierung

10. September 2017

Wintersternschnuppen - Kim Culbertson


 


Preis: 9,99
Seitenanzahl: 320
Erscheinungsdatum: 11. Oktober 2016
Verlag: cbt
Originaltitel: The Possibility of Now

Beschreibung:


Mara James war schon immer eine Perfektionistin und zielstrebige Eliteschülerin. Doch dann hat sie einen totalen Nervenzusammenbruch während einer wichtigen Prüfung. Mara beschließt, sich eine Auszeit bei ihrem biologischen Vater zu gönnen, der im kalifornischen Wintersportort Tahoe in einem Outdoor-Laden jobbt. Eine perfekte Gelegenheit, ihn endlich mal näher kennenzulernen. Dass sie sich in Tahoe in ihren süßen Skilehrer Logan verliebt, wirbelt Maras Leben erst recht durcheinander, und sie muss sich entscheiden, was ihr wirklich wichtig ist…


Meine Meinung:




Vorab muss ich zu dem Buch natürlich sagen, dass es eigentlich nicht in die jetzige Jahreszeit passt. Aber mich persönlich hat dies überhaupt nicht gestört, was vielleicht daran liegt, dass die weihnachtlich winterliche Atmosphäre in dem Buch so überzeugend rübergebracht wurde.

Damit wären wir gleich beim Thema: Meiner Meinung nach zeichnet sich dieses Buch unter anderem durch die besonders schöne Atmosphäre aus. Während dem Lesen bin ich schon richtig in Herbst- bzw. Winterstimmung gekommen, da die Beschreibungen aus dem Ort Tahoe so real, heimelig und wunderschön klangen. Von daher handelt es sich bei „Wintersternschnuppen“ um ein perfektes Buch zum Abschalten, Runterkommen und einfach nur Genießen.

Dies geht damit einher, dass mir die Protagonistin Mara einfach unheimlich sympathisch war. Und wenn ich unheimlich schreibe, dann meine ich das auch so. Es ist schon fast gruselig, wie viel ich mit dieser fiktiven Person gemeinsam habe, wie gut ich mich in sie hineinversetzen konnte und wie sehr es sich angefühlt hat, als wäre sie meine geheime Freundin. Wenn Mara gelitten hat, habe ich das auch, wenn sie sich gefreut hat, dann wurde diese Freude ebenso auf mich übertragen. „Wintersternschnuppen“ steckt die meiste Zeit wirklich voller Gefühlschaos, was auch wirklich deutlich an den Leser herandringt.

Abgesehen davon habe ich das Gefühl, Mara als Person verstanden zu haben. Neben der Liebe wird in diesem Roman auch noch das Schulsystem und der auf den Schülern lastende immense Druck thematisiert. Maras Nervenzusammenbruch, ihre Art, mit dem Stress umzugehen, sich To-Do-Listen zu schreiben, ihre Ansichten bezüglich des Schulsystems – all dies konnte ich zu hundert Prozent nachvollziehen, weil es mir fast tagtäglich genauso geht. Zu sehen, wie sie mit all dem umgeht, hat mir persönlich als Leserin auch dabei geholfen, meine eigenen „Probleme“ in der Schule zu akzeptieren.

Genauso wie Mara haben mir die weiteren Nebenpersonen sehr gut gefallen. Auch wenn die Charaktere noch ein bisschen mehr Tiefe hätten besitzen können, hat die Autorin mit jedem einzelnen eine wirklich interessante, charismatische Person geschaffen.

Neben der Idee und den tollen Charakteren hat mich auch noch der Schreibstil geflasht. Meiner Meinung nach gelingt es der Autorin in „Wintersternschnuppen“ so gut, die wunderschönsten Momente in einfache Worte zu schaffen und zu transponieren.

Insgesamt kann ich als einzigen Kritikpunkt nur angeben, dass mir an mancher Stelle ein wenig die Spannung gefehlt hat. Da es sich nun mal weitesgehend um eine Liebesgeschichte handelt, ist wie immer ab einem bestimmten Moment relativ klar, wie alles ausgehen wird. Da dieses Grundmuster bei Liebesgeschichten jedoch fast immer gleich bleibt, hat mich dieser Kritikpunkt nicht groß gestört.

Alles in allem bin ich begeistert von der wunderschönen Geschichte in „Wintersternschnuppen“. Der Roman eignet sich bestens für alle, die in den nächsten Monaten in Winterstimmung kommen wollen!♥

4 von 5 Sternen

★★

 Und  hier ← bekommt ihr es.
  Hier ← geht es zum Buch auf der Verlagsseite.

Fühlt euch gedrückt,
Claudia📖😙

5. September 2017

Als der Teufel aus dem Badezimmer kam - Sophie Divry





Preis: 21,00
Seitenanzahl: 272 
Erscheinungsdatum: 22. September 2017
Verlag: Ullstein Buchverlage
Originaltitel: Quand le diable sortit de la salle de bain 


Beschreibung:


Sophie ist jung, qualifiziert, kreativ – und hat keinen Cent mehr in der Tasche. Die Aufträge als freie Mitarbeiterin bei einer Tageszeitung bleiben aus, die Rechnungen am Ende des Monats hingegen treffen verlässlich ein. Was tun, oder besser: Was nicht mehr tun?, fragt sie sich, während der Teufel ihr im Nacken sitzt und sie beständig in Versuchung führen will. Doch gibt sie ihm nicht nach und schreibt stattdessen einen Roman, in dem ihre Phantasie Königin ist und die Begrenzungen der Realität aufhebt. Vor dem Hintergrund ihrer alltäglichen Nöte, ihrem Kampf mit den Tücken der Bürokratie und ihrer wachsenden Vereinsamung zündet Sophie lustvoll ein literarisches Feuerwerk, setzt ihrer Misere ein reiches Spiel der Sprache und Formen entgegen.

 

Meine Meinung: 


Jetzt, nachdem ich das Buch beendet habe, weiß ich immer noch nicht ganz genau, was ich von dem Roman halten soll. Da ich sowohl positiv als auch negativ überrascht wurde, wird dies wohl eine sehr zwiegespaltene Rezension werden.

Vorab möchte ich noch einmal schwärmen, wie toll ich die ganze Aufmachung des Buchs finde, auch wenn dies nicht ausschlaggebend für meine Bewertung sein wird. Die ausgelassenen Hörner im roten Schutzumschlag, die edlen Seiten aus dickem Papier – all das lädt wirklich zum Lesen ein!♥

Zunächst muss ich sagen, dass ich das gewählte Thema für einen Roman sehr interessant finde. Ich persönlich habe noch nie zuvor ein Buch aus der Sicht einer Arbeitslosen gelesen. Aus diesem Grund war dies etwas völlig Neues. Noch dazu gefällt mir die Themenwahl sehr, da sie eine Problematik beinhaltet, die auch in der heutigen Zeit nicht unwichtig ist. Wer hat sich nicht schon mal voller Zukunftsängste gefragt, wie es sein würde, wenn man nach dem Abitur oder Studium keine Arbeit findet. Genau diese tief in mir verankerten Ängste werden hier in dem Buch aus Sophies Sicht erzählt, weshalb ich – jedenfalls zu Beginn – sehr mit der Protagonistin mitfühlen konnte.

Trotz des bedrückenden Themas ist die Stimmung das gesamte Buch über eher locker und ungezwungen. Dies liegt zum großen Teil an der humorvollen, sehr sarkastischen Art, die Handlungen, Gefühle und Gedanken zu beschreiben. Ich als Leserin hatte nicht das Gefühl, durch das Buch in eine deprimierte Atmosphäre gezogen zu werden. Allerdings war mir der Spott und Witz auf Dauer etwas zu übertrieben. Das Thema Arbeitslosigkeit ist ein sehr ernstes und teilweise wirkte es auf mich eher so, als würde die Autorin diejenigen mit ihrem Humor verhöhnen und alles ins Lächerliche ziehen wollen.

Ein hingegen überraschend positiv ausfallender Aspekt, ist die benutzte Sprache im Roman. Sophie Divrys Schreibstil lässt sich meiner Meinung nach am ehesten als wortgewandt beschreiben. „Als der Teufel aus dem Badezimmer kam“ besteht wirklich aus lauter Wortspielen und Wortmalerei. Die Autorin „spielt“ tatsächlich scheinbar lässig mit den Worten. Ein Zitat aus dem Buch zeigt noch am ehesten, was ich zu erklären versuche:


„Ich irrlichterierte, delirierte, tirilierte, jubilierte, fabulierte. Plapperte bis zum Umfallen, blubberte bis zum Abwinken. Goss ihnen Honig in die Ohren, ...“ (S. 129, Z. 2 ff.)


Solche schon etwas komischen Wortspiele ziehen sich in dem Roman teilweise über fünf Seiten, in denen einfach nur verschiedene Ausdrücke aneinander gereiht werden. Mich persönlich hat dies total in meinem Lesefluss ausgebremst. Es ist zwar schön zu sehen, dass die Autorin gut mit Worten umgehen kann, die Spannung kommt so im Buch aber viel zu kurz.

Mit diesem verrückten Schreibstil geht ebenso einher, dass ich manches einfach nicht nachvollziehen kann. Eigentlich soll es in diesem Roman um die Hauptperson Sophie gehen, aber oftmals folgen ganze Passagen, die meiner Meinung nach total unwichtig für den weiteren Verlauf sind. Warum? Noch dazu verstehe ich den größeren Sinn des Buchs nicht, da „Als der Teufel aus dem Badezimmer kam“ so gut wie keine vorhandene Handlung hat und sich auch kein Höhepunkt anbahnt. So bleibt nun am Ende nach Beenden des Buchs die Frage in mir zurück: Wozu das Ganze?

Alles in allem bin ich begeistert von der Wortgewandtheit der Autorin, dem humorvollen, schon fast verrückten Schreibstil. Doch obwohl das Thema für einen Roman neu und interessant gewählt ist, kann ich keinen größeren Sinn hinter dem Buch erkennen, da die Handlung zu stagnieren scheint und die Spannung konstant niedrig bleibt.


  3 von 5 Sternen

 Und  hier ← bekommt ihr es.
  Hier ← geht es zum Buch auf der Verlagsseite.


An dieser Stelle noch einmal vielen Dank an Vorablesen für das Leseexemplar! (gesponsorter Beitrag)

Alles Liebe, Claudia📖♥

3. September 2017

Der Kuss des Kjer - Lynn Raven






  
Preis: 12,95
Seitenanzahl: 608
Erscheinungsdatum: 08. Juni 2010
 Verlag: cbt

 

Beschreibung:


Mit einem Trick bringt Mordan, der erste Heerführer der kriegerischen Kjer, die junge Heilerin Lijanas vom Volk der Nivard in seine Gewalt. Im Auftrag seines Königs Haffren will er die Heilerin und ein zauberkräftiges Elixier, die 'Tränen der weißen Schlange', an den Hof bringen. Lijanas aber hat nur einen Gedanken: Flucht! Doch je näher sie den als 'Blutwolf' verschrienen Mordan kennenlernt, desto stärker fühlt sie sich zu ihm hingezogen. Und er sich ebenso zu ihr. Er setzt alles dran, sie sicher an den Hof seines Königs zu bringen. Dort erwartet sie jedoch eine tödliche Überraschung…


Meine Meinung:



Wer mir auf Instagram folgt, hat durch meine Leseupdates mitbekommen, dass ich relativ lange an diesem Buch gelesen habe. Immerhin besitzt der Schmöker ganze 608 Seiten, aber auch unabhängig davon konnte ich dieses Buch eher langsam lesen. Dies liegt nicht daran, dass es mir nicht gefallen hat. Im Gegenteil, meiner Meinung nach ist „Der Kuss des Kjer“ ein ganz besonderes Buch mit einem einzigartigen Schreibstil, der sich eben nicht so einfach herunterrasseln lässt.

Zu Anfang der Geschichte habe ich eine ganze Weile gebraucht, um in die Fantasywelt abzutauchen, weil natürlich alles neu war und die Sichtwechsel des Erzählers leider nie angekündigt wurden. Teilweise folgen auch pro Seite zwei Sichtwechsel aufeinander, was es zu Beginn etwas schwer macht, die ganze Handlung zu verstehen.

Aber es lohnt sich. Solange man vielleicht 50 Seiten dran bleibt, setzt sofort der Suchtfaktor dieses Romans ein, sodass mich „Der Kuss des Kjer“ einfach nicht mehr losgelassen hat.

Ich hatte bis dahin noch kein anderes Buch der Autorin gelesen. Doch nun bin ich vollkommen von Lynn Ravens Schreibtalent überzeugt. Der Roman spielt in einer Fantasywelt, die ein wenig an ein Mittelalter im Paralleluniversum erinnert. Die gesamte beschriebene Atmosphäre hat etwas Altertümliches an sich, was aber sicherlich auch durch den besonderen Schreibstil der Autorin unterstützt wird. Die Wortwahl von Lynn Raven beschwört einfach eine magische, historische Stimmung herauf und unterscheidet sich so von vielen anderen „Mainstream-Autoren“. Meiner Meinung nach ist dies ein Grund, warum „Der Kuss des Kjer“ so lesenswert ist.

Ein weiterer Grund, weshalb ich so überzeugt von diesem Buch bin, ist die Idee, die hinter der Geschichte steht. Geschichten, in denen zwei Menschen sich lieben, aber nicht zusammenkommen dürfen, gibt es haufenweise. In diesem Roman wurde die Grundstruktur einer dramatischen Liebesgeschichte allerdings noch mit den zahlreichen Fantasyelementen ummantelt. Dadurch ist die Spannung meiner Meinung nach tausend Mal höher als bei einer normalen Liebesgeschichte, die bestimmt jeder von uns schon mal gelesen hat.

Noch dazu hat Lynn Raven mit Lijanas und Mordan zwei einzigartige, beide auf ihre Art sympathische Charaktere kreiert. Die Zaghaftigkeit, mit der sie sich näher kommen, die Problempäckchen, die beide mit sich herumschleppen – all das macht die eigentlich normale Liebesgeschichte zu etwas Epischen, Dramatischen, Spannenden. Mich persönlich hat eine Liebesgeschichte selten so sehr gepackt wie diese hier.

Alles in allem habe ich rein gar nichts an „Der Kuss des Kjer“ zu kritisieren. Auch wenn ich ein bisschen gebraucht habe, um in die Geschichte von Lijanas und Mordan hineinzukommen, bin ich nun – hinterher – zu hundert Prozent von dem Roman überzeugt. Ich empfehle das Buch jedem von Herzen.

  5 von 5 Sternen

★★

 Und  hier ← bekommt ihr es.
  Hier ← geht es zum Buch auf der Verlagsseite.





Ich wünsch euch was!📖 Bis zum nächsten Mal♥

2. September 2017

Lesemonat August 2017






Hallihallo Leute und herzlich willkommen zu meinem guten - ach was, g r a n d i o s e n - Lesemonat aus dem August! 😱📖
Also ich muss echt sagen, dass ich so viele Bücher in einem Monat gelesen habe wie lange nicht mehr. Na, was schätzt ihr, wie viele es waren? Fünf? Zehn? 🙄

Nein, es waren sage und schreibe 17 Bücher, die ich letzten Monat verschlungen habe! Ihr könnt mich gerne für verrückt halten...👆 Aber diese riesige Anzahl liegt hauptsächlich an den Sommerferien und meinem dreiwöchigen Urlaub. Ihr müsst nämlich wissen, dass ich im Urlaub extrem viel lese, da man sonst in der Schulzeit nicht so die Zeit dafür findet.
Von zweieinhalb bis vier Sternen ist jedenfalls diesmal alles dabei. Nur ein richtiges Highlight habe ich diesen Monat nicht gefunden, aber dafür mehrere Bücher, die ich okay fand.

Insgesamt komme ich mit den 17 Büchern auf 8.633 gelesene Seiten. Das macht ungefähr 278,5 gelesene Seiten pro Tag. Ganz schön krass, oder?!😱😲

Da ich so viele Bücher gelesen habe, werde ich sie jetzt mal nach meinen Bewertungen und nicht nach der Lesereihenfolge sortieren. 📚




Mit zweieinhalb Sternen habe ich "Unendlich wir" von Amy Harmon und "Der Weg in die Dunkelheit - Die Schöpferin" von Erica O'Rourke bewertet.
Beide Bücher haben mir hauptsächlich deshalb nicht gefallen, weil sie sich   u n g l a u b l i c h   gezogen haben und die Spannung ungefähr bei Null lag. Sehr schade, denn ich hatte mir bei beiden Romanen mehr erhofft...😐

Hier ← geht's zu meiner Rezension von "Der Weg in die Dunkelheit"!♥





Mit drei Sternen habe ich die Bücher "Biss zur Mittagsstunde" von Stephanie Meyer, "All die verdammt perfekten Tage" von Jennifer Niven, "Don't tell me lies" von Corey Ann Haydu und "Herbstfunkeln" von Cara Lindon bewertet.
Alle aufgelisteten Bücher waren halt okaaay, aber eben auch nicht mehr. Es hat mir immer irgendetwas gefehlt, was meine Begeisterung dann gedämpft hat.😉

Genaueres zu "Don't tell me lies" erfahrt ihr → hier ← und zu "Herbstfunkeln"hier ←. Bei den anderen Büchern bin ich leider noch nicht dazu gekommen, sie zu rezensieren.




Mit dreieinhalb Sternen habe ich "Shadow Falls Camp" 4 & 5 von C. C. Hunter, "Twilight" Band 3 & 4 von Stephanie Meyer und "Der Weg in die Dunkelheit" 1 & 2 von Erica O'Rourke bewertet. Dabei handelt es sich - wie man unschwer erkennen kann - um drei Buchreihen, die ich im Urlaub gesuchtet habe. Meiner Meinung nach haben die Reihen auch alle Potenzial, könnten aber noch deutlich besser sein, wenn da nicht der ein oder andere Kritikpunkt wäre... Die beiden ersten Reihen waren auch tatsächlich ein reread von meiner Seite aus!




Und schlussendlich all die gelesenen Bücher, die ich mit vier Sternen bewertet habe: "Biss zum Morgengrauen" von Stephanie Meyer, "Stolz und Vorurteil" von Jane Austen (mein erster, freiwillig gelesener Klassiker, oh mein Gott!!!😱🎉😍), "Friesenglück" von Anni Deckner, "Rock my body" und "Rock my soul" von Jamie Shaw - eine mega tolle Neuentdeckung von mir! - und last, but not least "Wenn du stirbst, zieht dein ganzes Leben an dir vorbei, sagen sie" von Lauren Oliver!😍



Wenn ich so recht darüber nachdenke, gehören die Bücher von Jamie Shaw und der Roman von Lauren Oliver noch am ehesten zu meinen Highlights im August. Obwohl ich "nur" vier Sterne vergeben habe, kann ich sie allen nur ans Herz legen.💖
Die Rezension von "Rock my soul" gibt es → hier ← und die von "Wenn du stirbst..." hier ←.



 



So Leute, wünscht mir Glück, vielleicht komme ich ja diesen Monat wieder auf so eine riesige Anzahl gelesener Bücher. Verrückt wäre es ja.😅💪
Schreibt mir mal, welches euer ❤-Buch im August war.
Ich wünsch euch einen entspannten Lesenachmittag/-abend!♥