31. Oktober 2017

Neuzugänge Oktober 2017 🎃

HAPPY HALLOWEEN! 🎃

Hey und willkommen bei meinen Neuzugängen aus dem letzten Oktober!

Der Oktober ist bekanntlich der Buchmessen-Monat. Alle Blogger fiebern auf die langersehnte FBM hin und so kam auch ich nicht drumherum und bin in ein regelrechtes Messefieber verfallen. In diesem Messefieber habe ich mir natürlich ein paar neue Bücher angeschafft, die ich unbedingt auf der Frankfurter Buchmesse signieren lassen wollte. So sind mit anderen Leseexemplaren insgesamt acht neue Bücher bei mir eingezogen (aaaaah!): vier Selbstgekaufte, ein Geschenk und drei Leseexemplare, wovon eins zum Testlesen gedacht ist.
Das ist der bücherreichste Monat seit langer, langer Zeit bei mir! Ich freue mich einfach über jeden einzelnen Neuzugang.



Anlässlich der FBM sind folgende vier Bücher - alle selbstgekauft - bei mir eingezogen:
1) Der Kuss der Lüge von Mary E. Pearson
Ich bin verdammt lange um dieses Buch herumgeschlichen und habe es mir dann diesen Monat endlich mal gegönnt. Noch steht es ungelesen in meinem Regal, aber ich hoffe, dass ich bald zum Lesen kommen werde. Denn sind wir mal ehrlich: der Klappentext klingt einfach unglaublich grandios!

Lia ist die älteste Tochter im Königshaus Morrighan. Gerade mal 17 Jahre alt, soll sie mit einem Prinzen verheiratet werden, den sie noch nie in ihrem Leben gesehen hat. Doch die Prinzessin entscheidet sich, ihr bisheriges Leben hinter sich zu lassen. Sie flieht und heuert weit entfernt von zu Hause in einer Taverne an. Dort lernt sie zwei Männer kennen, die sofort ihre Aufmerksamkeit erregen. Was sie nicht weiß: Beide sind auf der Suche nach ihr. Einer wurde ausgesandt, um die Königstochter zu töten. Und der andere ist ausgerechnet jener Prinz, den sie heiraten sollte. Schnell fühlt sich Lia zu beiden hingezogen...

Zu meiner Rechtfertigung: Ich habe bisher NUR gutes von diesem Reihenauftakt gehört. Das ist ja fast wie eine Kauferlaubnis, oder?

2) Wolkenschloss von Kerstin Gier
Jeder, der mich einigermaßen kennt, weiß, dass ich ein riesiger Kerstin Gier Fan bin. Deshalb musste ich ihr neues Buch pünktlich zum Erscheinungstermin mitnehmen, es ging nicht anders!!! Ich habe es bereits auf den Zugfahrten nach Frankfurt und zurück nach Hause komplett gelesen und bin (wie immer bei Kerstin Gier) schlichtweg begeistert. Der Schreibstil, der Humor, die Protagonistin, das Setting, die Idee - große Liebe! Und ja, ich weiß, dass die Meinungen bei diesem Roman teilweise sehr auseinander gehen... Eines meiner Messehighlights ist übrigens gewesen, dass ich mir Wolkenschloss signieren lassen hab. Darüber freue ich mich immer noch so sehr.
Für alle, die nicht wissen, von welchem Buch ich spreche, ist hier noch mal der Klappentext:

Hoch oben in den Schweizer Bergen liegt das Wolkenschloss, ein altehrwürdiges Grandhotel, das seine Glanzzeiten längst hinter sich hat. Aber wenn zum Jahreswechsel der berühmte Silvesterball stattfindet und Gäste aus aller Welt anreisen, knistert es unter den prächtigen Kronleuchtern und in den weitläufigen Fluren nur so vor Aufregung. Die siebzehnjährige Fanny hat wie der Rest des Personals alle Hände voll zu tun, den Gästen einen luxuriösen Aufenthalt zu bereiten, aber es entgeht ihr nicht, dass viele hier nicht das sind, was sie vorgeben zu sein. Welche geheimen Pläne werden hinter bestickten Samtvorhängen geschmiedet? Ist die russische Oligarchengattin wirklich im Besitz des legendären Nadjeschda-Diamanten? Und warum klettert der gutaussehende Tristan lieber die Fassade hoch, als die Treppe zu nehmen? Schon bald steckt Fanny mittendrin in einem lebensgefährlichen Abenteuer, bei dem sie nicht nur ihren Job zu verlieren droht, sondern auch ihr Herz.

3) Aquila von Ursula Poznanski
Genau wie Kerstin Gier gehört auch Ursula Poznanski zu meinen absoluten Lieblingsautorinnen. Ich habe Aquila zwar noch nicht gelesen, musste es aber unbedingt für die Messe kaufen und mir dort von der Autorin signieren lassen. Die Lesung zu dem Roman, die wir auf der FBM besucht haben, hat mir auf jeden Fall große Lust gemacht, sofort mit dem Lesen zu beginnen. Es verspricht, spannend zu werden, also eigentlich wie immer bei Ursula Poznanski!

Ohne Erinnerung an die letzten zwei Tage streift die Studentin Nika durch Siena. Sie vermisst ihr Handy, ihre Schlüssel und ihren Pass. Mitbewohnerin Jennifer ist ebenfalls verschwunden. Dafür steckt in Nikas Hosentasche ein Zettel mit mysteriösen Botschaften und Anweisungen.
Das Blut ist nicht deines.
Du weißt, wo das Wasser am dunkelsten ist.
Halte dich fern von Adler und Einhorn ...

Welchen Sinn soll das ergeben? Und was, zum Teufel, ist geschehen zwischen Samstagabend und Dienstagmorgen?


Bei der Lesung zu Aquila

4) Erwachen des Lichts von J. L. Armentrout
Jaja, auch von dieser Autorin bin ich eigentlich immer begeistert gewesen. Ursprünglich habe ich mir auch diesen Reihenauftakt gekauft, um ihn mir auf der Buchmesse signieren zu lassen. Bei J. L. Armentrout war es allerdings so voll, dass ich es dann doch lieber gelassen habe. Richtig gelesen habe ich den Roman noch nicht, höchstens ein bisschen angelesen - die ersten paar Seiten haben mich leider irgendwie nicht wirklich überzeugt und eher an einen Percy-Jackson-Abklatsch erinnert. Aber das gibt sich hoffentlich, wenn ich tatsächlich mit dem Buch anfange. Hat es euch denn gefallen?

Eben noch verlief Josies Leben normal. Doch plötzlich taucht ein mysteriöser Typ mit goldenen Augen auf und behauptet, sie sei eine Halbgöttin. Somit ist sie dazu auserkoren, die Unsterblichen des Olymps im Kampf gegen die Titanen zu unterstützen. Um ihre Bestimmung zu erfüllen, muss Josie lernen, ihre Kräfte zu nutzen. Dabei zur Seite steht ihr der impulsive Seth. Bald merkt Josie, dass er ihr gefährlicher werden könnte als die entfesselten Mächte der Unterwelt…

Das waren jedenfalls die vier Neuzugänge, die ich mir selber gekauft habe. Über den fünften habe ich mich soooo sehr gefreut, denn das Buch war ein Geschenk von einer Freundin.
Ich spreche von "Was man von hier aus sehen kann" von Mariana Leky. Der Beschreibung klingt schon sehr vielversprechend.

Selma, eine alte Westerwälderin, kann den Tod voraussehen. Immer, wenn ihr im Traum ein Okapi erscheint, stirbt am nächsten Tag jemand im Dorf. Unklar ist allerdings, wen es treffen wird. Davon, was die Bewohner in den folgenden Stunden fürchten, was sie blindlings wagen, gestehen oder verschwinden lassen, erzählt Mariana Leky in ihrem Roman.
›Was man von hier aus sehen kann‹ ist das Porträt eines Dorfes, in dem alles auf wundersame Weise zusammenhängt. Aber es ist vor allem ein Buch über die Liebe unter schwierigen Vorzeichen, Liebe, die scheinbar immer die ungünstigsten Bedingungen wählt. Für Luise zum Beispiel, Selmas Enkelin, gilt es viele tausend Kilometer zu überbrücken. Denn der Mann, den sie liebt, ist zum Buddhismus konvertiert und lebt in einem Kloster in Japan…




Ansonsten sind noch drei weitere Leseexemplare bei mir eingezogen | Werbung:

1) Flying Moon von Katrin Bongard
Mit diesem Buch habe ich diesen Monat an meiner allerersten Leserunde auf Lovelybooks teilgenommen. Oh mein Gott, es war so cool, meine Leseeindrücke auch mal mit anderen zeitgleichen Lesern zu teilen! Katrin Bongards Bücher haben mir bis jetzt immer gut gefallen und so war es auch diesmal: → hier ← verlinke ich mal meine Rezension, die bereits online ist. An dieser Stelle vielen lieben Dank an die Autorin und den Redbug Books Verlag für das tolle Leseexemplar und die gemeinsame Leserunde. Ich habe mich sehr gefreut!

Als die 16 jährige Moon auf einer Filmparty einen unbekannten Jungen trifft, ist es Liebe auf den ersten Blick. Was Moon nicht weiß: er ist ein Filmstar, sein Ruf als Verführer legendär. Ein Jahr später treffen beide sich zufällig an einem Filmset wieder. Und ihre Liebe wird auf eine harte Probe gestellt.



2) Die Rückkehr der Wale von Isabel Morland
Diesen Roman habe ich auf Vorablesen gewonnen. An dieser Stelle auch ein großes Dankeschön an das Vorablesen-Team für das Leseexemplar!
Ich habe das Buch schon fertig gelesen und werde pünktlich zum Erscheinungstermin am 02. November meine Rezension dazu hochladen - seid gespannt. Vorab kann ich ja mal sagen, dass ich es nicht total gut, aber auch nicht total schlecht fand... Aber das Cover ist meiner Meinung nach wunderschön!!!

Einst hat Kayla ihren Mann geliebt. Doch immer öfter geraten die beiden in Streit, und Dalziel wird so wütend, dass sie Angst vor ihm hat. Da taucht ein Fremder auf der kleinen, abgeschiedenen Hebriden-Insel auf, über den bald allerhand Gerüchte in Umlauf sind. Auch Kayla ist nach der ersten Begegnung mit Brannan sofort fasziniert von diesem Mann, der ein Geheimnis zu hüten scheint.
Ihre eigenen, immer stärker werdenden Gefühle für ihn, aber auch das Gerede der Inselbewohner treiben Kayla mehr und mehr in einen inneren Zwiespalt, aus dem es kaum einen Ausweg zu geben scheint…




Last, but not least
3) Die Herrscher der Aristeia von Stephanie Drechsler
Dabei handelt es sich um den zweiten Teil einer Trilogie, für den ich gerade am Testlesen bin. Ich soll dabei hauptsächlich auf Rechtschreibung und Grammatik achten und diese verbessern und *hust*, das ist leider auch nötig. Wenn man auf Instagram weiter runterscrollt, kann man dort auch noch meine alte Rezension zum ersten Teil der Trilogie finden, falls es jemanden interessiert, wie mir die Bücher so gefallen. Ich freue mich natürlich auch hier sehr über das kostenlose Leseexemplar als eBook, danke an die Autorin!

Ein Vierteljahrhundert ist seit dem Ausbruch der lebenden Toten vergangen und das Werk der Aristeier hat Früchte getragen. Die Bürger des Staates genießen ein Leben in Ruhe und Normalität. Chiara selbst wurde nach dem Ausbruch geboren und würde alles dafür geben, eine Wächterin zu werden. Noch ahnt sie nichts von dem dunklen Pfad, der ihr bevorsteht, ihrer eigenen Bestimmung und dem Feind, der sich in ihrem Schatten erhebt. Nicht nur die hochangesehenen Gründer der Aristeia, sondern auch die Söhne der Ersten werden ihr Leben verändern.

 Musste euer S.U.B. auch so unter der Buchmesse leiden wie meiner? Aber gut, man darf sich ja auch mal was gönnen.
Jetzt bleibt mir nur noch eins zu sagen: H a p p y   H a l l o w e e n !
Ich wünsche euch einen gruseligen Abend,
Claudia

29. Oktober 2017

Endlich ist Herbst!🍁 BOOK TAG

Hallo!

Endlich ist Herbst und passend dazu habe ich mich heute von der lieben Tami inspirieren lassen. Sie hat vor ein paar Tagen ein Video zu diesem herbstlichen Book Tag gemacht und beim Zuschauen habe ich gleich gedacht: Da mache ich doch auch mit. Sie hat mich zwar nicht dazu nominiert (höhö), aber ich nehme einfach trotzdem teil!

❥ DIE FRAGEN / AUFGABEN und meine Antworten:

1. Im Herbst ist die Luft frisch und klar: Zeige ein Buch mit einem lebendigen Setting.

Ich hoffe mal, das zählt, denn bei dieser Aufgabe habe ich mich gleich für eine ganze Reihe entschieden: "Plötzlich Fee" von Julie Kagawa! In diesen Büchern geht es um die sechzehnjährige Meghan Chase.  Sie erfährt plötzlich, dass sie die Tochter des sagenumwobenen Feenkönigs Oberon ist und reist mit diesen Informationen an den Hof ihres Vaters in der Feenwelt. Ein lebendigeres Setting gibt es kaum, oder? Es ist bei mir schon eine ganze Weile her, dass ich die Bücher gelesen habe, aber ich möchte sie unbedingt mal wieder rereaden und in diese total faszinierende, magische Welt abtauchen. Und die Cover sind sooooo schön!



2. Die Natur ist schön ... aber auch gerade am Sterben: Zeige ein Buch, das wunderschön geschrieben ist, aber auch ein schweres Thema wie Verlust oder Trauer behandelt.

Was passt bei dieser Aufgabe besser als das Buch, das ich neulich erst gelesen habe und das mich immer noch total beschäftigt? Ich komme mit den Gedanken nicht mehr davon los. Der Roman, von dem ich spreche, heißt "Der Sommer, als Chad ging und Daisy kam". Meine Rezension dazu verlinke ich euch mal → hier ←. In diesem Buch geht es um Apron. Sie versucht über den Tod ihrer Mutter hinwegzukommen, die neue Partnerin ihres Vaters zieht bei ihnen ein und ihre beste Freundin hat sie abserviert. Apron droht ein einsamer Sommer, doch dann trifft sie auf die Lebensgefährten Mike und Chad.
In diesem Buch geht es auf so vielerlei Ebenen um den Umgang mit Verlust oder Trauer, um das Sterben. Ich kriege immer noch eine Gänsehaut, wenn ich daran denke... 

 

3. Im Herbst fängt die Schule wieder an: Zeige ein Sachbuch, das dir etwas Neues beigebracht hat.

Oh Gott, ich habe echt keine interessanten Sachbücher zu zeigen. Hier seht ihr meine Bio- und Matheunterlagen, yeah, ich bin nämlich aktuell für diese Fächer am Lernen fürs Vorabi.



4. Um sich warm zu halten, ist es gut, einige Zeit mit den Leuten zu verbringen, die wir lieben: Nenne eine fiktive Familie / Haushalt / Freund-Gruppe, von der du gerne ein Teil wärst.

Ich kann nicht anders. Ich muss an dieser Stelle einfach die Silbertrilogie von Kerstin Gier nennen. Total langweilig, ich weiß, aber ich wäre so, so, so gerne Teil ihrer Patchwork-Familie: Ich liebe Liv, ich liebe Mia, ich liebe Buttercup, ich liebe Lottie, und und und... Das ist auch eine Reihe, die ich UNBEDINGT mal wieder rereaden muss!



5. Die bunten Blätter stapeln sich auf dem Boden: Zeige uns einen Haufen von herbstfarbenen Covern.

Herbstfarbene Cover habe ich tatsächlich gar nicht mal so viele:
natürlich "Plötzlich Fee - Herbstnacht" (wie der Titel schon verrät), "Die Bestimmung - Tödliche Wahrheit", "Dunkelrote Erde", "Nashira" und "Delirium" - also eigentlich habe ich gerade nur Bücher in rot-orange bis braun aufgezählt.



6. Herbst ist die perfekte Zeit zum Geschichtenerzählen am Kamin: Zeige ein Buch, in dem jemand eine Geschichte erzählt.

Ohne Witz, da fällt mir im Moment nur "Die Rückkehr der Wale" von Isabel Morland ein. Das Buch erscheint am 02. November und die Protagonistin Kayla erzählt öfter mal Sagen und Mythen über das Meer und die Meeresbewohner. Ihr könnt auf eine Rezension von mir gespannt sein, das Cover sieht ja schon mal wunderschön aus...



7. Die Nächte werden dunkler: Zeige eine dunkle, gruselige Geschichte.

Ich lese nicht so viel Gruselzeugs. Den ersten Teil von "Reckless" fand ich aber ziemlich furchteinflößend. Gut, es ist schon ein paar Jährchen her, dass ich den gelesen habe, aber trotzdem!



8. Die Tage werden kälter: Zeige ein kurzes, herzerwärmendes Buch, das jemanden an kalten und regnerischen Tag aufwärmen könnte:

 "Weihnachtskatze gesucht" von Andrea Schacht, ein unfassbar niedliches Buch. Die Geschichte handelt von Salvia und ihrer Katze SueSue, die eines Tages plötzlich verschwindet. Teilweise wird das Buch auch aus der Sicht der Katze erzählt - oh mein Gott - und das ist so unfassbar herzerwärmend, dass sofort klar war, dass ich diesen Kurzroman von 141 Seiten zeigen muss.



9. Der Herbst kehrt jedes Jahr zurück: Zeige einen alten Liebling, zu dem du bald zurückkehren möchtest.

Neben tausend anderen Büchern und Buchreihen möchte ich unbedingt zu der Edelsteintrilogie zurückkehren - das ist ein Muss für mich. Diese Reihe könnte ich immer wieder lesen und von meinem Gefühl her passt sie auch perfekt in den Herbst (natürlich auch in jede andere Jahreszeit). Ich liebe einfach alles an der Edelsteintrilogie und da ich sie schon so oft gelesen habe, verbinde ich auch total viel mit ihr.



10. Herbst ist die perfekte Zeit für gemütliche Leseabende: Zeige dein liebstes Accessoire für gemütliche Lesestunden.

Mmmh.. Mein Bett, aber das ist ja klar! Auf der Frankfurter Buchmesse habe ich mir im Lesezelt einen unfassbar leckeren Tee gekauft: "Christmas Tea" von der Marke "Yogi Tea". Er schmeckt einfach so nach Weihnachten und Winter und ist aktuell jedenfalls mein liebstes "Accessoire" für gemütliche Lesestunden.



11. Verbreite die Herbststimmung und tagge einige Leute!

Ich möchte hier niemanden ausgrenzen, deshalb sollte sich jeder Leser zu diesem Book Tag nominiert fühlen. Ja, ganz genau - auch du!

Ich kuschel mich jetzt mit meinem Christmas Tea ins Bett und lese. Habt auch noch einen schönen Lesetag/ -nachmittag,
Claudia

27. Oktober 2017

Flying Moon - Katrin Bongard



Preis: 9,99
Seitenanzahl: 256
Erscheinungsdatum: 11. September 2012
Verlag: Redbug Books
Reihe: Film.Love.Story


Beschreibung:


Ein rockiges Aschenputtel, ein trauriger Prinz, eifersüchtige Exfreundinnen. Ein modernes Liebesmärchen. Als die 16 jährige Moon auf einer Filmparty einen unbekannten Jungen trifft, ist es Liebe auf den ersten Blick. Was Moon nicht weiß: er ist ein Filmstar, sein Ruf als Verführer legendär. Ein Jahr später treffen beide sich zufällig an einem Filmset wieder. Und ihre Liebe wird auf eine harte Probe gestellt.


Meine Meinung:


Ich durfte diesen Roman im Rahmen einer Leserunde von Katrin Bongard und dem Verlag auf Lovelybooks lesen und habe mich total darüber gefreut, weil mir bis jetzt alle Bücher der Autorin super gut gefallen haben. An dieser Stelle noch einmal vielen lieben Dank dafür, dass ich teilnehmen durfte!

Der erste Punkt, der mir positiv an diesem Buch aufgefallen ist, war die bedeutungsvolle Namensgebung. Der Titel „Flying Moon“ hängt eng mit der Geschichte zusammen; zum einen, da die Protagonistin Moon heißt, zum anderen, weil ein „Flying Moon“ ein Ballon ist, der beim Film zur Beleuchtung benutzt wird. Mir hat es sehr gut gefallen, dass die Autorin mit diesem Titel einen Zusammenhang zu ihrem Buch, der Hauptperson und dem Inhalt – alles rund um Schauspielerei und Filme drehen – schafft.

Neben ein paar Rechtschreibfehlern, die aber nicht weiter stören, bin ich größtenteils wirklich begeistert von diesem Buch. Mit Moon hat die Autorin eine sehr sympathische, aufgeweckte Protagonistin erschaffen, die in diesem Buch sehr an sich und ihren Aufgaben wächst und mit der Schauspielerei über ihren eigenen Schatten springt. Ich konnte mich von Beginn an in sie hineinversetzen und hatte das Gefühl, eng mit ihr befreundet zu sein. Besonders im hinteren Drittel haben mich ihre Emotionen aufgewühlt – ich habe gefühlt, was sie gefühlt hat.

Auch alle weiteren Charaktere haben mich in irgendeiner Art und Weise fasziniert: Lasse, dessen schlechter Ruf ihm oft im Weg steht; Krista, die man einfach gern haben muss, weil sie alle in den Bann zieht; und so weiter und so fort.

Des Weiteren kann ich auch den Schreibstil von Katrin Bongard sehr loben. Die einfache, lockere Wortwahl sorgt dafür, dass sich das Buch leicht, flüssig und schnell durchlesen lässt. Meiner Meinung nach ist der Schreibstil auch sehr authentisch und glaubwürdig, dafür, dass aus der Sicht einer Jugendlichen berichtet wird.

Das Thema „Schauspielerei und Filme drehen“ hat mich generell sehr interessiert, weshalb mich das Buch schnell gepackt hat. Außerdem habe ich persönlich noch nie einen Roman in dieser Themenrichtung gelesen. So war ich also mehr als beeindruckt von der Idee bzw. Handlung.

Leider wirkte es im Laufe des Buchs auf mich mehrmals so, als würde der Drogenkonsum, besonders bei Minderjährigen, heruntergespielt werden. Dies lag nicht daran, dass Charaktere wie Krista nun mal Drogen genommen haben, denn dies scheint ganz klar der Realität im Filmbusiness zu entsprechen. Vielmehr hat es mich gestört, dass Moon abgebrüht und so gar nicht geschockt auf das Drogen nehmen reagiert hat. Damit wird meiner Meinung nach einfach ein falsches Bild vermittelt. Meiner Begeisterung hat dieser Kritikpunkt aber keinen Abbruch getan!

Ein Kritikpunkt, der sich aus meiner Sicht durch das ganze Buch hindurchschlängelt, ist, dass es mir an einigen Stellen viel zu schnell vorwärts ging. Besonders am Anfang und am Ende des Buches konnte ich mich gar nicht richtig emotional auf die Situation einstellen, da war sie schon wieder vorbei. Dies finde ich etwas schade, weil die Handlung an sich so mitreißend war, manche Szenen aber ruck, zuck abgehandelt wurden.

Nichtsdestotrotz haben mich die langsam aufkeimenden Gefühle zwischen Lasse und Moon berührt und ich freue mich nach dem Ende von dem ersten Teil nun total auf Band 2 und 3. Meiner Meinung nach handelt es sich bei „Flying Moon“ um eine wunderschöne, emotionsgeladene Liebesgeschichte, die ich jedem nur ans Herz legen kann. Ich habe mich sehr gefreut, Teil der Lovelybooks-Leserunde zu sein!

4 von 5 Sternen


★★

Und  hier ← bekommt ihr es.

Hier ← geht es zum Buch auf der Verlagsseite.



*Werbung 

Yeah, ich wünsch euch ein schönes Wochenende!
Claudia

22. Oktober 2017

Der Sommer, als Chad ging und Daisy kam - J. G. Hummer



Preis: 17,90
Seitenanzahl: 352
Erscheinungsdatum: 22. Juli 2014
Verlag: Carlsen
Originaltitel: Girl Unmoored

Beschreibung:

Aprons Leben ist in Aufruhr: Sie versucht über den Tod ihrer Mutter hinwegzukommen, die neue Partnerin ihres Vaters zieht bei ihnen ein und ihre beste Freundin hat sie abserviert. Apron droht ein einsamer Sommer. Aber dann nimmt sie einen Ferienjob in Mike und Chads Blumenladen an. Die zwei stehen ihr freundschaftlich zur Seite – und das in Zeiten, in denen sich sonst niemand um sie kümmert. Ihr Blumenladen wird für Apron zu einem zweiten Zuhause. Doch bald wird ihre Freundschaft auf eine harte Probe gestellt…

Meine Meinung:


„Wenn du dieses Jahr nur ein Jugendbuch liest, sollte es dieses sein.“ So heißt es in der Beschreibung zu diesem Roman. So drastisch würde ich es nicht ausdrücken, immerhin habe ich noch einige weitere Jugendbücher gelesen, die ich noch fantastischer fand. Nichtsdestotrotz hat sich dieses Buch innerhalb der letzten zwei Tage einen großen Platz in meinem Herzen erkämpft, wo es auch bleiben wird.

Der Einstieg in die Geschichte fiel mir wunderbar leicht. Es wird aus Aprons Sicht erzählt, eine Protagonistin, die gerade mal in die siebte Klasse geht. Meiner Meinung nach haben besonders Kinder oder noch jüngere Jugendliche so eine erfrischend ehrliche Art, dass es einfach Spaß macht, die Welt aus ihrer Sicht zu entdecken. So war es auch diesmal. Ich habe in Apron einen unfassbar herzensguten, lieben, ehrlichen Charakter gefunden. Wäre ich auch wieder so jung wie sie und wäre sie nicht erfunden, wären wir hoffentlich Freundinnen geworden.

Aber nicht nur Apron, sondern alle anderen Charaktere in diesem Buch haben etwas ganz Einzigartiges an sich, sei es nun positiv oder negativ. Mit Mike und Chad als gleichgeschlechtliches Paar wird auch ein Thema konkretisiert, was immer noch in vielen Teilen der Welt als Tabu gilt. Nicht hier. Auf wunderbar kindliche Art und Weise lernt Apron, was es mit der Liebe von Mike und Chad auf sich hat und dass auch ihre Liebe völlig okay ist. Zusammen bilden sie ein Dreierpack, das voller Humor, aber auch Ernsthaftigkeit ist. Mich hat es erschreckt, wie vielseitig dieses Buch sein konnte, mal unglaublich witzig, dann so traurig, dass es mir schon fast bizarr vorkam.

Neben Homosexualität wird noch ein weiteres Tabuthema angeschnitten. Hierbei merkt man allerdings als Leser recht schnell, dass die Geschichte wahrscheinlich weiter in der Vergangenheit spielt, als ich zunächst dachte. Leider werden dadurch auch veraltete Ansichten in Bezug auf dieses Thema sehr deutlich, was ich schade finde, da ich dachte, dass wenigstens dieses Vorurteil endlich mal aus der Welt geschafft wäre. Wovon ich schreibe, könnt ihr dann beim Lesen selbst herausfinden.

Neben den unfassbar tollen Charakteren hat mich auch der Schreibstil von J. G. Hummer begeistert. Zuvor habe ich meines Wissens noch nie ein Buch von ihr gelesen, weshalb ich natürlich nicht wusste, was mit diesem Jugendbuch auf mich zukommt. Wie bereits angedeutet, wird die Geschichte auf eine noch eher kindliche, aber entwaffnend ehrliche Art erzählt. Dies spiegelt sich auch durch die einfache, aber auf den Punkt gebrachte Wortwahl wider. Völlig absurde Metaphern zeigen die junge, frische Seite von Apron; schockierend ernste Beschreibungen, wie sie viel zu schnell erwachsen werden musste. Noch dazu ließ sich der Schreibstil der Autorin sehr flüssig, schnell und leicht lesen, sodass man sich komplett auf den Inhalt konzentrieren konnte.

Der einzige Kritikpunkt, der mir zu diesem Roman einfällt, ist die Titelwahl. Meiner Meinung nach lässt diese leider, leider viel zu schnell durchblicken, wie sich die Geschichte entwickeln wird. In gewisser Weise verrät also schon der Titel, wie das Ende dieses Buchs sein wird.

Alles in allem handelt es sich bei „Der Sommer, als Chad ging und Daisy kam“ um ein bewegendes Buch rund um die Themen Freundschaft, Liebe, Abschied nehmen und Erwachsen werden. Ich kann dieses hoch emotionale Buch wirklich jedem Leser weiterempfehlen!


  5 von 5 Sternen

★★★

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So, und euch wünsche ich jetzt noch einen kuscheligen Herbstabend! Hoffentlich regnet es bei euch nicht so...😉🙈
Claudia❤

21. Oktober 2017

FBM '17



memories will last forever❤


Ihr Lieben!❤
Ich bezweifle zwar stark, dass jemand die Abkürzung FBM noch nicht kennt. Das ist ja so, als würde man sagen, man hätte Harry Potter noch nie gelesen - also fast unmöglich😂. Aber vor zwei Jahren hatte ich auch noch keine Ahnung, was FBM heißen soll.

FBM. Die Frankfurter Buchmesse. Ein Ereignis, auf das sich die ganze Buchbloggerwelt Monate vorher freut, mich eingenommen. Letztes Jahr war ich zum ersten Mal dabei und dieses Jahr erneut. Die FBM. Ein Ereignis, das ich nie vergessen werde, auch nicht, wenn ich alt und runzlig bin. Dann werde ich hoffentlich meinen Enkelkindern noch davon erzählen, wie unglaublich grandios die Buchmesse 2017 war und wie glücklich ich an diesem Wochenende war.😱

Ich war nämlich letzten Samstag und Sonntag dort und wollte bedeutende Eindrücke, Erinnerungsfetzen und festgehaltene Momente in Form von Fotos mit euch teilen. Weil mir dieses Wochenende sehr viel bedeutet hat und es etwas ganz Besonderes für mich war!😍

Am Samstag bin ich um sechs Uhr in Hamburg in den ICE gestiegen, in Frankfurt um zehn Uhr wieder aus. Dort habe ich mich direkt mit Sophie getroffen, quasi meine zweite Hälfte, die natürlich unglücklicherweise am anderen Ende Deutschlands wohnt.
Ich habe mich so unfassbar gefreut, sie nach einem Jahr wiederzusehen (wir haben auch die FBM 2016 zusammen verbracht), es war unglaublich. Irgendwie, als wäre gar kein Jahr vergangen, aber gleichzeitig lagen auch Jahrzehnte dazwischen.



Wir sind jedenfalls zusammen zu den Messehallen gefahren und haben den Samstag dann auch dort verbracht.
Zuerst haben wir u.a. Nina Schiffer und weitere Autoren am Forever-Stand bei Midnight getroffen, das war so cool!
Natürlich sind wir auch rumgeschlendert und haben gaaaanz viele Fotos gemacht, bevor wir dann zu Ursula Poznanski ins Lesezelt wollten. Dabei sind neben vielen weiteren auch diese Momentaufnahmen entstanden:

Das obligatorische Ullsteineulenbild!

Dieses Buch hat mir Sophie geschenkt, danke noch mal! Ich musste natürlich sofort vor dem Plakat ein Bild machen ;D

Sophie und ich bei Forever

Das Forever-Autoren-Treffen

Ich hoffe, man sieht, wie glücklich in in dem Augenblick war! Naja, die ganzen Ausrufezeichen, die ich in diesem Post benutze, verdeutlichen meine Freude wahrscheinlich genug!

Im Lesezelt haben wir uns dann die Lesung von Ursula Poznanski, eine meiner liebsten Autorinnen, angehört. Sie hat das erste Kapitel aus ihrem neuen Buch "Aquila" gelesen, wir haben Tee getrunken und die Minuten einfach nur genossen - eine so tolle Stimmung war das.





Danach ging es direkt weiter zu ihrer Signierstunde. Obwohl wir uns total beeilt haben, mussten wir natürlich über eine Stunde anstehen, aber was tut man nicht alles für eine Signatur?!


Anschließend waren wir noch auf dem Bookstagramtreffen. Wir sind zwar nicht bis zum Ende geblieben, beeindruckend war es trotzdem, wie viele Blogger sich zusammengefunden hatten. Ich freue mich immer noch total, dass wir dort auf tintentraumwelt (also known as Josi) gestoßen sind. Danke für die wenigen, aber tollen Minuten. Es war wirklich schön, dich endlich mal zu treffen!😍😍❤



Und schon war der Samstag vorbei. Schwups, und acht Stunden waren um. Sophie musste wieder nach Hause, leider. Ich kann immer noch nicht fassen, wie schnell diese Zeit vergangen ist.

Hier noch ein verrücktes Bild. Als Anmerkung: Es steht Arena auf unseren Zungen xD


Nach einer, ääääähm, erholsamen Nacht in der Jugendherberge, ging es dann erneut auf die Messe. Sonntag. Alleine, aber trotzdem wahnsinnig toll.
Sofort ging es für mich zu Kerstin Gier.
Für diese Signatur stand ich sage und schreibe drei Stunden in der Schlange. Aber für eine Signierung von Kerstin Gier tue ich alles, also fast alles...
Komplett fertig wie ich danach war, habe ich mich erst einmal ins Lesezelt geparkt und drei Lesungen hintereinander angehört. Und jetzt muss ich sagen, der Autor hat mich echt neugierig gemacht auf seine Bücher: "Rico, Oskar und die ...". Obwohl ich das nicht gedacht hätte. Er hat einfach zu gut gelesen.


Anschließend habe ich mich noch mit der Nina vom Vortag getroffen. Und wir haben einfach ein bisschen gequatscht, entspannt bei Forever gesessen, usw.

Auch hier ging die Zeit um wie im Flug. Plötzlich saß ich im Zug zurück nach Hamburg und wusste gar nicht, wie mir geschah.


Und jetzt?
Ich bin krank. Richtig krank.😭
Meine Krankheit?

Verdammt, ich weiß nicht, was ich dagegen machen soll. Nichts hilft! In Gedanken bin ich immer noch in Frankfurt mit Sophie und all den anderen und ich fiebere jetzt schon auf die nächste Messe hin. Habt ihr Tipps, um die Krankheit loszuwerden? Schreibt es mir.😉
Und schreibt mir doch, ob ihr auf der Messe wart und wenn ja, was euer schönstes Erlebnis war. 

Habt einen schönen Samstag und kuriert euch aus, falls ihr auch Messeblues habt,
eure Claudia💕


20. Oktober 2017

Geheimnis in Rot - Mavis Doriel Hay



Preis: 15
Seitenanzahl: 320 
Erscheinungsdatum: 14. Oktober 2017
Verlag: Klett-Cotta
Originaltitel: The Santa Klaus Murder

Beschreibung:


Tante Mildred hat es schon immer geahnt: Die Verwandtschaft an Weihnachten zu versammeln ist keine gute Idee. Als der Familienpatriarch mit einer Kugel im Kopf gefunden wird, entbrennt an der festlichen Tafel ein Streit um sein Erbe. Dieser neuentdeckte Klassiker von Mavis Doriel Hay ist ein Muss für alle Krimifans und perfekt geeignet, von den eigenen Familiendramen an Weihnachten abzulenken. Das traditionelle Familienfest im Hause Melbury beginnt wenig beschaulich, als Sir Osmond von einem als Weihnachtsmann verkleideten Gast ermordet aufgefunden wird. Die Trauer der anwesenden Verwandtschaft hält sich jedoch in Grenzen, da Sir Osmond ein beträchtliches Erbe hinterlässt. Jedes der eingeladenen Familienmitglieder zieht seinen Nutzen aus dem Tod des Patriarchen – nur der Weihnachtsmann, der genug Gelegenheiten hatte, den alten Herrn ins Jenseits zu befördern, besitzt kein Motiv. Inmitten von Missgunst, Verdächtigungen und Abscheu stellt sich schließlich heraus: Es kann nicht nur einen verkleideten Weihnachtsmann gegeben haben.


Meine Meinung:




Das erste, was mir bei diesem Buch aufgefallen ist, ist das unfassbar niedliche Aussehen und das sehr schön weihnachtlich angehauchte Cover. Doch da das Aussehen im Vergleich zum Inhalt nicht ausschlaggebend für mich ist, bin ich leider nicht ganz so begeistert, wie meine Coverbeschreibung vermuten lässt.

Die Geschichte startet zu Beginn mit einer Art Vorstellungsrunde, wobei dem Leser lang und ausführlich die verschiedensten Figuren des Romans vorgestellt werden. Mir persönlich viel der Einstieg in dieses Buch gerade deshalb sehr schwer, denn so viele Namen kann sich kein Mensch auf einmal merken. Generell hatte ich das gesamte Buch über Probleme damit, mir zu merken, wer welche Person war, da diese mal mit Vor-, mal mit Nachnamen oder sogar nur mit Kürzel betitelt wurden. Hier hätte ich mir definitiv einen leichteren Einstieg für den Leser gewünscht.

Insgesamt würde ich sagen, dass es sich bei „Geheimnis in Rot“ um eine interessante, zwar neue, aber auch gewöhnungsbedürftige Mischung aus Bericht, Kriminalroman und Klassiker handelt.

Der Stil eines Berichts kommt dadurch zustande, dass durchweg sehr auf Fakten und nicht auf viele Gefühle geachtet wird und der Großteil der Geschichte aus der Sicht von Colonel Halstocks Berichten erzählt wird – ein Inspektor, der bei seinen Ermittlungen natürlich nicht auf die Gefühle der Betroffenen oder mutmaßlichen Täter achtet. Aber ebendiese Gefühle haben mir sehr gefehlt, da ich durch diese trockene, kurze Berichtart keine Nähe zu den Charakteren aufbauen konnte. So war ich zwar neugierig darauf, wer die Tat begangen hatte, aber ich habe nicht gebangt und gezittert um meine Lieblingscharaktere, gehofft, dass der Täter schnell gefunden wird, und so weiter und so fort.

Dass „Geheimnis in Rot“ ein Kriminalroman ist, steht außer Frage. Jedoch würde ich sagen, dass dieser Kriminalroman auf jeden Fall etwas von einem Klassiker beinhaltet. Die Geschichte spielt vermutlich irgendwann im 20. Jahrhundert – dementsprechend sind Sprache, Verhalten, Vorgehen der Polizei etc. auf diese Zeit angepasst. Der Stil eines Klassikers, der sich mit den Krimielementen vermischt, ist meiner Meinung nach sehr lesenswert, da die eigentlich nicht wirklich besondere Geschichte sich so von den abertausenden Krimis dieser Welt absetzt.

Ebenfalls mit dieser interessanten Mischung zusammenhängend ist, dass es sich – aus meiner Sicht glücklicherweise – nicht um einen blutigen Krimi handelt. Passend zu der gehobenen Schicht aus diesem Buch, die den Mord am liebsten verdrängen würde, wird hier der Fokus auch nicht auf die Tat an sich gelegt. Vielmehr wird Wert darauf gelegt, wie es mit den Ermittlungsarbeiten vorangeht und wie Schritt für Schritt der Fall gelöst wird. Mir hat dies prinzipiell sehr gut gefallen, da man als Leser selbst eng an den Ermittlungen „beteiligt“ sein konnte. Der Kriminalroman ist daher eher für Leser geeignet, die sich schnell gruseln und eher gemütliche Krimis suchen, die man an einem langen Winterabend mit einer warmen Tasse Tee lesen kann.

Gestört hat mich inhaltlich, dass die Ermittlungen die ganze Zeit auf der Stelle treten, da die Charaktere sowieso lügen, wichtige Details verschweigen oder generell nicht an der Aufklärung des Mordes interessiert zu sein scheinen. Wie soll der Leser so miträtseln können?

Zum Schreibstil lässt sich sagen, dass die Wortwahl natürlich in Anlehnung der damaligen Zeit entsprechend gestelzt und gehoben ist. Meiner Meinung nach ist „Geheimnis in Rot“ noch dazu sehr langatmig geschrieben, weshalb ich nur sehr stockend und langsam vorangekommen bin.

Ein weiterer Kritikpunkt ist, dass die Auflösung der Tat zwar unvorhersehbar ist, da dies im Laufe des Romans immer sehr undurchsichtig bleibt. Jedoch ist es so, dass das Ende mich trotzdem nicht schockieren oder emotional aufwühlen konnte, - wie oben erwähnt - aufgrund der fehlenden Emotionalität und Nähe zu den Charakteren.

Alles in allem halte ich „Geheimnis in Rot“ für einen mittelmäßigen Kriminalroman. Viele, viele Aspekte haben mich an diesem Buch begeistert, viele andere eben auch nicht. Insgesamt hätte ich für eine richtig fesselnde Geschichte noch mehr von dem Roman erwartet.

An dieser Stelle noch einmal vielen lieben Dank an das Vorablesen-Team für das tolle Leseexemplar!📖

3 von 5 Sternen


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Habt einen schönen Abend und passt auf, dass ihr nicht ermordet werdet! ;)
Eure Claudia💗

18. Oktober 2017

Deine Worte in meinem Herzen - Nina Schiffer



Preis: 12 als Taschenbuch 
Seitenanzahl: 260 
Erscheinungsdatum: 04. September 2017
Verlag: Forever

Beschreibung: 


Seitdem ihr Bruder nach ihrem Autounfall im Koma liegt, spricht die 16-jährige Ella nicht mehr mit Fremden. Selbst bei der Polizei, die auf der Suche nach dem Unfallverursacher ist, bringt sie kein Wort über die Lippen. Doch da lernt sie im Krankenhaus Leonard kennen, dessen Mutter an Krebs erkrankt ist. Vom ersten Moment an ist sie fasziniert von dem Jungen, der sein Schicksal so leicht zu schultern scheint. Immer wieder kreuzen sich ihre Wege, und als es Leonards Mutter immer schlechter geht, wird Ella eins klar: Sie muss endlich wieder sprechen. Denn nur so kann sie Leonards Herz erreichen…


 Meine Meinung:

  
Da ich mich sehr über den Gewinn des eBooks gefreut habe und die Jungautorin mit einer Rezension unterstützen möchte, folgt nun meine Meinung zu diesem Buch.

Zunächst einmal muss ich sagen, dass mich das Thema des Romans sehr gefesselt hat. In dem Buch geht es – wie dem Klappentext bereits entnommen werden kann – um Ella, deren Bruder seit einem Autounfall im Koma liegt, weshalb sie an Mutismus leidet. Ich persönlich habe zumindest noch nie ein Buch gelesen, in dem es um Mutismus ging, und vor dem Lesen hatte ich auch keine Ahnung, dass so eine Krankheit wirklich existiert. Aus diesem Grund bin ich natürlich sehr froh, dass die Autorin dieses Buch geschrieben hat, um auf die Krankheit aufmerksam zu machen und auch zu zeigen, wie schnell man über andere Menschen urteilt, obwohl man nicht das Recht dazu hat. Noch dazu handelt es sich bei der Idee der Geschichte um eine mir bisher nicht Bekannte, weshalb ich erst einmal sehr positiv von dem Buch überrascht wurde.

Gegen Anfang wird der Leser sofort in die Handlung hineingeworfen. Einerseits mag das gut sein, da dies keine lange Einleitung benötigt, um ins Geschehen hineinzufinden. Andererseits ging mir alles beim Lesen etwas zu schnell: Kaum hatte ich ein, zwei Seiten gelesen, da lag ihr Bruder bereits im Koma, ohne dass ich eine persönliche Bindung zu ihm aufbauen und um ihn trauern konnte. So ging es mir des Öfteren, nicht nur am Anfang. Meiner Meinung nach schreitet die Geschichte an mancher Stelle etwas schnell voran, besonders auch die aufkeimenden Gefühle zwischen Ella und Leonard. An dieser Stelle hätte ich mir gewünscht, dass die Autorin mir als Leserin noch mehr Zeit gelassen hätte, auch um die gewisse Tiefe zu entwickeln, die mir manchmal noch gefehlt hat. Selbst das Ende kam so plötzlich und unerwartet daher, dass ich erst gar nicht realisieren konnte, dass die Geschichte bereits vorbei war und mir das Ende dadurch irgendwie unwirklich vorkam.

Der Schreibstil von „Deine Worte in meinem Herzen“ lässt sich wirklich super leicht und locker herunterlesen, man kommt als Leser schnell voran und gerät zum Glück nie ins Stocken. Generell handelt es sich um einen sehr beschreibenden Schreibstil mit einfacher Wortwahl, sodass man schnell in einen Lesefluss gerät. Es ist klar, dass im Buch sehr viel beschrieben wird, da die Protagonistin Ella schließlich nicht spricht und so viel Platz mit ihren Gedankengängen gefüllt werden muss. Mein Fall ist dies allerdings nicht immer.

Zusammenhängend mit der einfachen Wortwahl hatte ich zeitweise auch das Gefühl, mit Ella eine etwas naive Protagonistin vor mir zu haben, die Vorstellungen vom Leben hat, die ich nicht immer teile. Vermutlich ähnele ich da eher ihrer pessimistischen Mutter. Nichtsdestotrotz ist mir Ella sehr sympathisch gewesen, ihre Gefühle und Gedanken haben mich immer mitgenommen und ich konnte mich hervorragend trotz dieser unvorstellbar schwierigen Situation in sie hineinversetzen. Die weiteren Charaktere sind aus meiner Sicht ebenfalls sehr gelungen, haben ihre Ecken und Kanten und Last auf den Schultern abbekommen.

Bemerkenswert ist an dieser Stelle noch, dass in „Deine Worte in meinem Herzen“ viele kleine Lektionen fürs Leben versteckt sind. Kleine sowie große Lebensweisheiten werden durch dieses Buch vermittelt und trotz des jungen Alters der Autorin spürt man eine gewisse Weisheit hinter den Worten.

Insgesamt konnte mich der Roman „Deine Worte in meinem Herzen“ aufgrund der besonderen Thematik mitreißen trotz kleiner Kritikpunkte. Ich freue mich darauf, in Zukunft hoffentlich mehr von Nina Schiffer zu lesen. Zuletzt noch einmal vielen lieben Dank für das Leseexemplar, das ich gewonnen habe!

  4 von 5 Sternen


★★

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Ich wünsche euch einen wunderschönen Herbsttag,
eure Claudia❤