12. November 2017

Die Herrscher der Aristeia - Stephanie Drechsler

Da ich das Buch als eBook auf dem Handy habe, gibt es hier stellvertretend leider "nur" ein Bild meiner neuen Bücherspardose😂😋❤

Preis: 14,99
Seitenanzahl: 528
Erscheinungsdatum: 13. Oktober 2017
Verlag: Books on Demand
Reihe: Aristeia-Reihe

Beschreibung:


Ein Vierteljahrhundert ist seit dem Ausbruch der lebenden Toten vergangen und das Werk der Aristeier hat Früchte getragen. Die Bürger des Staates genießen ein Leben in Ruhe und Normalität. Chiara selbst wurde nach dem Ausbruch geboren und würde alles dafür geben, eine Wächterin zu werden. Noch ahnt sie nichts von dem dunklen Pfad, der ihr bevorsteht, ihrer eigenen Bestimmung und dem Feind, der sich in ihrem Schatten erhebt. Nicht nur die hochangesehenen Gründer der Aristeia, sondern auch die Söhne der Ersten werden ihr Leben verändern.

Meine Meinung:



Insgesamt kann ich sagen, dass mir leider der erste Teil schon nicht so zugesagt hat und ich daher in etwa wusste, was mich erwartet: Ein Roman, der meine Ansprüche nur teils würde erfüllen können. So war es auch diesmal.

Alles in allem waren die vielen Rechtschreib- und Grammatikfehler der Grund, weshalb ich für die Autorin testlesen sollte. Diese Fehler sollten nun in der zweiten Auflage, welche wahrscheinlich bald erscheint, weitesgehend korrigiert sein. In der ersten Auflage, also in meinem Exemplar, befindet sich allerdings eine extrem hohe Fehlerquote, was den Lesefluss erheblich stört und mir persönlich leider den Spaß am Lesen etwas genommen hat. Zudem macht die Geschichte insgesamt einfach keinen professionellen Eindruck, wenn sich in jedem einzelnen Kapitel mehrere Fehler verstecken, aber dies ist auch nur meine einzelne Meinung.

Der Schreibstil der Autorin gleicht auch in „Die Herrscher der Aristeia“ eher einer Nacherzählung, einem Bericht oder einer Aufreihung von Geschehnissen, wodurch die Spannung meiner Meinung nach beeinträchtigt wird. Noch dazu ist die Wortwahl aus meiner Sicht oft sehr holprig und nicht ganz gelungen, sodass sich das Buch nur sehr langsam und eher stockend lesen lässt. Zu diesen Kritikpunkten muss ich aber fairerweise anmerken, dass diese sich im Verlauf des Buches zum Glück ein wenig zum Positiveren wandeln. Generell hat mir das letzte Drittel der Geschichte noch mal besser gefallen, weil die Handlung endlich an Fahrt aufnimmt und auch die Fehlerquote dort etwas sinkt.

Ich hätte nicht gedacht, dass ich das sagen würde, aber ich habe es in diesem Buch vermisst, aus Taras Sicht zu lesen. Wie der Klappentext verrät, spielt der zweite Teil 25 Jahre nach dem ersten und wird meist aus der Sicht von Chiara erzählt. Bedauerlicherweise muss ich sagen, dass mir Tara damals noch viel sympathischer war als jetzt Chiara. Und wenn man als Leserin nicht zu hundert Prozent mit den Charakterzügen der Hauptperson klarkommt, ist es natürlich klar, dass das Lesen an Spaß verliert. Anteile von Chiaras Charakter haben mich beeindruckt – ihr Durchhaltevermögen, ihr Einsatz, ihre Selbstlosigkeit -, aber ebenso viele Anteile haben mich in Rage getrieben. Um es in den Worten des Buchs zu sagen: Oftmals ist sie arrogant, maßlos, selbstbezogen, schnippisch, überheblich oder auch nur unglaublich dumm. Im Gegensatz zum ersten Teil der Buchreihe habe ich zwar nicht das Gefühl, an der Oberfläche der Charaktere zu kratzen, aber dafür gefällt mir manches nicht, was ich darunter finde.

Bei allen anderen Charakteren ging es mir genauso, sie konnten mich in mehr oder weniger großen Anteilen überzeugen, aber nicht zu hundert Prozent. Mein Lieblingscharakter ist wohl Julien aufgrund seiner witzigen, sarkastischen Ader. Für alle Fans des ersten Bands ist es jedenfalls toll, dass alle Charaktere in dieser Fortsetzung noch vorkommen und auch als Nebencharakter eine tragende Rolle spielen.

Die Liebesgeschichte, die sich durch den gesamten Roman zieht, konnte mich leider nur halbwegs überzeugen. Zu Anfang war das ewige Hin und Her noch interessant und mitreißend, aber nach einer Weile dann nur noch lästig. Trotzdem gab es natürlich einige sehr romantische Szenen, besonders gegen Ende, die mir sehr zugesagt haben.

Zum Inhalt des Buchs lässt sich von meiner Seite aus anmerken, dass ich manche Handlungsumschwünge etwas vorhersehbar fand. Dies lag mitunter an den Kapitelüberschriften, die des Öfteren bereits verraten haben, was im folgenden Kapitel dann geschieht.

Alles in allem ist es aber immer noch der besondere Inhalt, der die Aristeia-Reihe hier auszeichnet. Wie man dem Klappentext entnehmen kann, handelt es sich um Reihe, in der die Zombieapokalypse thematisiert wird. Dies geschieht aber auf eine so andere Art als gewöhnlich, da es nicht wie sonst um das blutige Abschlachten von Zombies geht, sondern vielmehr um den Wiederaufbau von Leben und das Überleben in einem neuen Staat. So gesehen ist die Handlung auch in diesem Teil ein Stück weit einzigartig und sehr interessant, weil ich zumindest noch nie eine solche Umsetzung einer Zombieapokalypse in Büchern gesehen habe.

Alles in allem ist auch „Die Herrscher der Aristeia“ ein Buch mit besonderem Inhalt. Leider haben mich viele Kleinigkeiten so sehr gestört, dass ich in der Summe den Inhalt nicht mehr so genossen habe, wie ich es gerne getan hätte. Vielleicht können mich ja weitere Bücher der Autorin mehr überzeugen; die Hoffnung habe ich jedenfalls!
An dieser Stelle noch mal vielen Dank an die Autorin für das eBook als kostenloses Leseexemplar❤

  2 von 5 Sternen


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Ich wünsche euch noch einen schönen Sonntag,
eure Claudia!🍁

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