17. Dezember 2017

Weihnachten in Briar Creek - Olivia Miles



Preis: 10
Seitenanzahl: 350
Erscheinungsdatum: 29. September 2017
Verlag: LYX-Verlag
Reihe: Briar Creek
Originaltitel: Christmas comes to main street


Beschreibung:

 
Nate Griffin tritt im alljährlichen Deko-Wettbewerb an. Dabei weiß jeder, dass dem arroganten Großstädter die Weihnachtsidylle von Briar Creek zuwider ist. Bäckerin Kara nimmt die Herausforderung an, auch wenn ihr Herz bei jeder Begegnung gefährlich aus dem Takt gerät…


Meine Meinung:


Ich habe mich vorab sehr gefreut, zu erfahren, dass ich das Buch anlässlich einer Leserunde der Lesejury lesen durfte. Für meine Rezension ist eventuell wichtig zu wissen, dass es für mich der erste Teil der Reihe ist, den ich lese, da alle Teile auch unabhängig voneinander zu verstehen sind.

Die im Rahmen der Lesejury zu lesende Leseprobe hat mich bereits von Anfang an sehr überzeugt. Jetzt, nachdem ich das Buch beendet habe, bin ich froh, dass ich mich für diese Leserunde beworben hatte.
Der Einstieg in den Roman fiel mir wider Erwarten sehr leicht, obwohl ich die vorherigen Bücher nicht kenne.

Der lockere, angenehm leichte Schreibstil mit sehr weihnachtlicher Wortwahl sorgt von Anfang an für eine winterliche Atmosphäre, die ausführlich beschrieben wird. So konnte ich mir das Dorf Briar Creek direkt vorstellen und kann es gar nicht fassen, dass dieser Ort nur erfunden sein soll. Durch die detailgetreuen Beschreibungen wirkt die ganze Geschichte sehr realitätsnah, sodass ich mich von Beginn an in die Protagonistin und ihr derzeitiges Leben hineinversetzen konnte.

Die weihnachtliche Liebesgeschichte wird aus der Sicht von Kara Hastings erzählt, eine junge Frau, die gerade ihren Keksladen eröffnet hat. Durch ihre sehr alltäglichen Sorgen wie die Angst vor dem Versagen und dass sie nie einen Mann finden wird oder das verzweifelte Hoffen auf die Anerkennung ihrer Mutter handelt es sich hierbei um eine Protagonistin, mit der sich außer mir sicherlich auch andere Leser identifizieren können. Dabei weist Kara noch dazu viele bewundernswerte Eigenschaften auf, die sie zu einer liebenswerten, herzlichen Hauptperson machen, die man als Leser schlichtweg ins Herz schließen muss. Ihre Charaktereigenschaften wie die Zielstrebigkeit und Ehrgeizigkeit, mit der sie ihren Laden neuerdings wert, vermitteln einen sehr positiven Eindruck von ihr.

Nate Griffin, der zweite wichtige Charakter, konnte mich erst nach der Hälfte des Buchs zu hundert Prozent überzeugen. Dem Leser wird zu Anfang das Bild eines arroganten Geschäftsmannes vermittelt, welcher Kara zu vorschnell mit anderen reichen Frauen in einen Topf wird. Sein Verurteilen Karas ließ in mir lange Zeit in einem nicht ganz so positiven Licht erscheinen, doch glücklicherweise ändert sich seine Einstellung im Laufe des Romans. Durch seine große charakterliche Wandlung konnte ich auch ihn trotz anfänglichen Problemen schließlich ins Herz schließen.

Diese zwei Hauptpersonen sorgen natürlich für viele Momente voller Weihnachts- und Liebesglück, die mir als Leserin oftmals ein Lächeln ins Gesicht geschrieben haben. Als kleiner Kritikpunkt ist mir allerdings aufgefallen, dass die Liebesgeschichte teilweise einige Klischees enthält, darunter zum Beispiel das typische Ineinander-Laufen. Prinzipiell ist dies leider nicht sehr einfallsreich, aber in „Weihnachten in Briar Creek“ werden die Klischees trotz allem so verpackt, dass sie einem beim Lesen nicht direkt ins Auge stechen.

Des Weiteren lässt sich als Kritikpunkt nennen, dass mir die Gefühle von Kara und Nate zueinander zu Beginn etwas zu schnell fortschreiten. Die Geschichte verliert etwas an Realitätsgefühl dadurch, dass sich bereits nach der ersten Begegnung echte Gefühle zwischen den beiden zu entwickeln scheinen. Auch wenn dieses schnelle Fortschreiten für eine Liebesgeschichte manchmal notwendig und ganz bestimmt typisch ist, hat es mich doch gestört, dass sich so tiefgreifende Gefühle innerhalb weniger Tage herauskristallisiert haben.
In Bezug auf weitere Charaktere wie die Mutter von Kara muss ich leider sagen, dass diese weitesgehend eher flach bleiben und man wenig über ihre Beweggründe erfährt. Meine Wahrnehmung liegt aber wahrscheinlich daran, dass ich diese nicht bereits aus den vorherigen Büchern kenne und es deshalb nur mir so vorkommt.

Die Handlung von „Weihnachten in Briar Creek“ stellt natürlich keine weltbewegende Neuheit dar. Dies muss man sich bei einer Liebesgeschichte bzw. guten Unterhaltungslektüre dieser Art meiner Meinung nach von Anfang an klar machen. Die Autorin hat hier nicht das Rad neu erfunden, aber es definitiv in eine unterhaltsame, sehr romantische und etwas kitschige neue Geschichte verpackt.

Alles in allem hat mir die Geschichte von Kara und Nate sehr gefallen. Trotz des schnellen Fortschreitens und einigen kleinen Klischees bietet das Buch eine sehr romantische und gefühlvolle Geschichte für jeden Weihnachtsliebhaber.


  4 von 5 Sternen


★★★

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Vielen Dank an die Lesejury und den LYX-Verlag für dieses Rezensionsexemplar!
Somit zählt diese Buchbesprechung offiziell als Werbung. Ich betone aber, dass niemand meine Meinung erkauft.

Mich würde jetzt brennend interessieren, ob ihr schon mal ein Buch der Reihe gelesen habt! Und beginnt ihr bei unabhängigen Reihen auch einfach mal nicht bei Band 1?
Lasst es mich wissen,
Claudia

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