30. Januar 2018

Verliere mich. Nicht. - Laura Kneidl


Preis: 12,90
Seitenanzahl: 480
Erscheinungsdatum: 26.01.2018
Verlag: LYX-Verlag
Reihe: Luca und Sage

Beschreibung:


Mit Luca war Sage glücklicher als je zuvor in ihrem Leben. Er hat ihr gezeigt, was es bedeutet, zu vertrauen. Zu leben. Und zu lieben. Doch dann hat Sage' dunkle Vergangenheit sie eingeholt - und ihr Glück zerstört. Sage kann Luca nicht vergessen, auch wenn sie es noch so sehr versucht. Jeder Tag, den sie ohne ihn verbringt, fühlt sich an, als würde ein Teil ihrer selbst fehlen. Aber dann taucht Luca plötzlich vor ihrer Tür auf und bittet sie, zurückzukommen. Doch wie soll es für die beiden eine zweite Chance geben, wenn so viel zwischen ihnen steht?

Meine Meinung:



Zunächst muss ich sagen, dass ich vor Lesebeginn nicht genau wusste, was mich nach dem Ende des ersten Teils hier erwartet. Ehrlicherweise konnte ich mir nicht vorstellen, dass „Verliere mich. Nicht.“ genau so gut werden könnte wie bereits „Berühre mich. Nicht.“ Um meine Meinung zu dieser Fortsetzung schon einmal vorwegzunehmen: Meine Erwartungen wurden übertroffen und dieser zweite Band ist aus meiner Sicht mindestens genauso gelungen.

Alles in allem könnte ich alles, was ich in meiner Rezension zu „Berühre mich. Nicht.“ geschrieben habe, hier eins zu eins wiedergeben. Noch immer bin ich der Meinung, dass Laura Kneidl es geschafft hat, das Rad der New-Adult-Geschichten neu zu erfinden, ohne es wirklich neu zu erfinden, d.h. die Geschichte folgt noch immer im Grundansatz dem typischen Schema einer Liebesgeschichte, welche jedoch abgesehen davon nicht dem Standard entspricht, sondern sehr darüber hinaus geht.

Sage, die Protagonistin, ist mir auch in diesem Roman sehr sympathisch geblieben, da ich mich in jeder Lebenssituation zu hundert Prozent in sie hineinfühlen konnte. Viele Charaktereigenschaften, die sie besitzt, wie zum Beispiel ihren Mut, das Durchhaltevermögen und der Biss habe ich erneut bewundert. Dadurch fiel es mir beim Lesen sehr leicht, ihren Gedanken, Gefühlen und Handlungen zu folgen. Im Gegensatz zu Band 1 ist mir an dieser Stelle allerdings aufgefallen, dass sich kleine Wiederholungen einschleichen – z.B. betont sie immer wieder, dass sie Luca einerseits liebt, aber andererseits nie mit ihm zusammensein kann. Diese ständigen Wiedersprüche in ihren Gedanken, die sehr oft aufgegriffen und wiederholt werden, haben dafür gesorgt, dass ich manchmal bereits von ihrer Wiedersprüchlichkeit genervt war, obwohl diese in ihrer Situation natürlich weiterhin nachvollziehbar war. Da das gesamte Buch aber ausschließlich davon handelt, ob sie sich wieder auf Luca einlassen kann, hätte ich mir eine noch größere Komplexität gewünscht, anstelle der sich immer wieder im Kreis drehenden Gedanken. Hierbei handelt es sich aber auch um einen winzigen Kritikpunkt meinerseits, denn insgesamt hat es mir sehr gut gefallen, in welche thematische Richtung das Buch sich bewegt hat und dass Sage sich weiterhin intensiv mit ihrer Angst auseinandersetzt.

Ein weiterer Grund, weshalb mir „Verliere mich. Nicht.“ so zugesagt hat, ist Luca als männlicher Charakter in dieser Geschichte. Wie ich bereits in meiner Rezension zu Teil 1 erwähnt habe, entspricht dieser dem Klischee eines Bad Boys zum Glück überhaupt nicht. Viele Eigenschaften wie seine Liebe zu Büchern oder aber seine fürsorgliche Seite machen ihn zu einem echten Bookboyfriend mit Charme. Zusammen mit Sage entstehen insgesamt emotionsgeladene, mitreißende Dialoge und Momente, die dem Leser das Herz aufgehen lassen.

In Bezug auf Laura Kneidls Schreibstil lässt sich lediglich anmerken, dass dieser es dem Leser sehr leicht macht, den Gedankengängen und Gefühlen von Sage zu folgen. Die Wortwahl passt meiner Meinung nach perfekt Sage als verkörperte Figur, da sie weder zu hochgestochen, noch zu kindlich erscheint. Das starke Suchtpotenzial, welches ich beim Lesen von „Verliere mich. Nicht.“ beobachten konnte, ist mitunter auf den flüssigen, stimmigen Schreibstil zurückzuführen.
Im Vergleich zu „Berühre mich. Nicht.“ kann ich das Ende hier nur loben. Als Ende einer Dilogie ist dieses in sich abgerundet, lässt keine Fragen mehr offen und könnte daher besser nicht sein.

Zusammengefasst merkt man an meiner Rezension sehr deutlich, dass sich meiner Meinung nach nicht viele Kritikpunkte aufzeigen lassen. Bei „Verliere mich. Nicht.“ handelt es sich schlussendlich um eine emotionale, tiefgründige Liebesgeschichte, die – wie das Zitat von Mona Kasten so schön lautet - das Herz des Lesers zuerst bricht und zum Bluten bringt, um es danach Stück für Stück wieder zusammensetzen zu können.

5 von 5 Sternen


★★★★

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Vielen Dank an die Bastei Lübbe AG bzw. den LYX-Verlag für dieses Rezensionsexemplar! ♥ 
Somit zählt diese Buchbesprechung offiziell als Werbung. Ich betone aber, dass niemand meine Meinung erkauft.
Yippie, die zwei schlimmsten Tage der Woche sind geschafft. Morgen und übermorgen gehen noch und wer von euch hat Freitag auch keine Schule? Und habt ihr "Verliere mich. Nicht." schon gelesen?
XOXO, Claudia

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