25. März 2018

Infernale: Rhapsodie in Schwarz - Sophie Jordan

 
Preis: 18,95
Seitenanzahl: 384
Erscheinungsdatum: 13.03.2017
Verlag: Loewe
Reihe: Infernale

Beschreibung:


Seit Davy positiv auf das Mördergen (HTS) getestet wurde, hat sie alles verloren: ihre Familie, ihre Freunde, ihre Zukunft – und was am schlimmsten ist, sich selbst. Denn obwohl sie verzweifelt dagegen angekämpft hat, ist sie doch zu dem geworden, was sie nie sein wollte: eine Mörderin.
Eine Widerstandsgruppe und ihr Anführer Caden geben ihr ein neues Ziel. Und Caden weckt Gefühle in ihr, zu denen sie glaubte, nie mehr fähig zu sein. Aber die Schuldgefühle lassen Davy einfach nicht los...
 

Meine Meinung:

 
Vorab muss ich klarstellen, dass der erste Teil von Infernale mir sehr gut gefallen hat. Daher habe ich mich extrem darauf gefreut, endlich weiterzulesen, und vorher sogar den ersten Band noch einmal rereadet. Nach dem Beenden dieses Buchs kann ich ganz klar sagen, dass ich enttäuscht davon bin. Im Vergleich zum Reihenauftakt sackt dieser Teil sehr ab und ist alles in allem viel schwächer, als ich es erwartet habe.

Bereits zu Beginn findet der Leser eine total veränderte Davy wider. Es sind nur wenige Tage zwischen dem Ende des ersten und dem Anfang des zweiten Bands vergangen. Trotzdem wirkt es so, als wäre Davys Charakter um 180 Grad gedreht worden, was ich persönlich daher sehr unverständlich fand. So hatte ich keinen einzigen Anhaltspunkt mehr, der mir geholfen hätte, mich mit der neuen, härteren, abgeschotteten Davy zu identifizieren.

Ich kann nicht nachvollziehen, wie dieser Sprung von Davys Persönlichkeit vonstatten gegangen sein soll. Mit ihr als Hauptperson konnte ich mich daher in diesem Buch überhaupt nicht mehr identifizieren, obwohl ich im ersten Teil ein regelrechter Fan von ihr war. Zu den weiteren Charakteren, die der Leser aus Band 1 kennt, lässt sich folgendes anmerken: Weder Sean, noch andere Nebencharaktere nehmen hier viel Platz ein. Stattdessen hat die Autorin mehrere andere Figuren entworfen, die zuvor noch nie vorgekommen sind und daher überhaupt nicht kennt. Auch hier bleibt daher nicht viel Platz für Charakteridentifikationen, Sympathie-Empfinden, ...

Des Weiteren liegt der Fokus während des gesamten Buchs einzig und allein auf Davy, ihrer Charakterwandlung. Wie dem Klappentext bereits entnommen werden kann, lernt sie Caden kennen, der gewisse Gefühle in ihr weckt. Zum einen hat mir dies nicht gefallen, da so die Beziehung zu Sean, die ich in Teil 1 sehr mochte, komplett verloren ging und – mir nichts, dir nichts – gekappt wurde. Es ist meiner Meinung nach unrealistisch, wie Davys Gefühle hier von einen auf den anderen Tag umschlagen. Zum anderen habe ich mich sehr gegen diese neue Liebesgeschichte gesträubt, da dadurch Davys Quengeleien, dass sie ihre Gefühle nicht in den Griff bekommt und nicht weiß, wie sie damit umgehen soll, sehr im Vordergrund standen.

Müsste ich also den Inhalt dieses Buchs zusammenfassen, so würde ich sagen, es passiert nur das, was letztendlich schon auf dem Klappentext steht. Das Kennenlernen von Caden nimmt leider den Raum für etwaige andere Handlungsstränge. Viel interessanter wäre es doch für den Leser gewesen, mehr von der wirklichen Widerstandsbewegung zu erfahren, zu sehen, wie die Situation im Ausland aussieht. Stattdessen landet Davy bei der erwähnten Widerstandsgruppe, wobei die Aktivitäten dieser trotzdem sehr schwammig ausgebaut sind.

Alles in allem hat mich „Infernale – Rhapsodie in Schwarz“ sehr enttäuscht, da alle positiven Merkmale des ersten Teils hier verloren gehen. Bis auf den angenehmen, oft auch dramatischen Schreibstil lässt sich meiner Meinung nach nicht viel Tolles aufzählen. Insgesamt wirkt es sogar so, als hätte die Autorin diese Fortsetzung gar nicht schreiben wollen. Ich persönlich finde es sehr schade, dass durch diesen Roman mein überaus begeisterter Eindruck von der Autorin und der Reihe verloren gegangen ist.

2,5 von 5 Sternen

★ & 1/2

 

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Wuhuu, mich gibt es auch noch. Ja, ich bin noch da und blogge noch. In letzter Zeit ist es nur ein wenig stressig. Macht es gut, wir sehen uns beim nächsten Blogpost!
Eure Claudia😘 

13. März 2018

Bis zum Himmel und zurück - Catharina Junk

Preis: 17,95
Seitenanzahl: 352
Erscheinungsdatum: 13.03.2018
Verlag: Rowohlt 

Beschreibung:


Als Drehbuchautorin kann Katja unzählige Leben leben, ohne selbst große Gefühle zu riskieren. Perfekt also. Okay, manchmal kommt Ratko vorbei, aber Liebe ist das eigentlich nicht. Doch als Katja eine Familienserie entwickeln soll, klappt es mit dem Schreiben plötzlich nicht mehr. Ihre eigene Familie ist nämlich ein Trümmerhaufen. Als sich dann ihre Mutter mit einer erschütternden Neuigkeit meldet, wie aus dem Nichts eine Halbschwester auftaucht und Katja ständig an Joost denken muss, kann sie sich nicht länger vor ihrer eigenen Geschichte verkriechen. Die muss nämlich dringend neu geschrieben werden...


Meine Meinung:


 
Da ich bereits „Auf Null“ von Catharina Junk gelesen habe, konnte ich dieses neue Buch nun herrlich mit ihrem alten vergleichen. Ich persönlich muss sagen, dass ich eine hundertprozentige Steigerung ins Positive sehe. Obwohl mir ihr erster Roman bereits zuesagt hat, bin ich jetzt noch viel überzeugter von diesem hier.

Der Einstieg in das Buch fiel mir wider Erwarten sehr, sehr leicht. Der Leser findet eine Protagonistin, Katja, vor, die nicht so glatt, makellos und heldenhaft ist wie viele andere in Büchern. Die Hauptperson ist etwas schräg, einsam, schottet sich nach außen hin ab, bei ihr ist nichts einfach. Trotzdem hat es Catharina Junk geschafft, dass ich sofort mit Katja und ihrer Art, ihr Schicksal zu erzählen, sympathisiert habe. Dies lag vor allen an der geschickten Erzählweise, dass hin und wieder einige Rückblenden aus dem Leben der Protagonistin eingefügt wurden. Diese legen auf eine berührende, sehr emotionale Art und Weise nahe, warum Katja in der Gegenwart der Mensch ist, der sie nun mal ist, und warum sie so und nicht anders handelt.

Oftmals habe ich persönlich als junge Leserin das Problem, mich in ältere, gereifte Charaktere hineinzuversetzen. Dies trat in diesem Roman aber absolut nicht auf. Gerade dadurch, dass der Leser in die Kindheit mitgenommen wird, werden Katjas Handlungen etc. wesentlich greifbarer und nachvollziehbarer.

Generell spiegelt der Klappentext nur einen Bruchteil der Gefühlsachterbahn wider, die ich während des Lesens durchlitten habe. Ich war wütend auf die Protagonistin, habe sie geliebt, mit ihr getrauert. Ein paar Mal saß ich wirklich mit Tränen in den Augen vor diesem Buch. Der Inhalt des Romans ist daher so viel vielfältiger als der Klappentext verrät: Themen wie Trauer, Traumata, Familie, Freundschaft, Vergebung finden ihren Weg hinein und werden erzählt. Es ist klar, dass es sich hierbei nicht um eine leichte Lektüre für nebenbei handelt, da nicht nur freudige Emotionen behandelt werden. Katjas Seelenabgrund wird teilweise so realistisch beschrieben, dass der Leser einfach mitleiden muss.

Neben der nun mehrmals erwähnten Hauptperson wurden jedoch auch alle anderen Charaktere sehr detailgetreu ausgearbeitet. Diese Geschichte ist natürlich auf Katja fokussiert, doch die Schicksale der Nebenfiguren erweisen sich als ebenso inspirierend, mehrschichtig, tiefgründig und mitreißend.

Der Schreibstil von Catharina Junk schafft einen erfrischenden Gegensatz zur inhaltlichen Ernsthaftigkeit. Trotz oder gerade wegen des emotionsgeladenen und oft negativ belasteten Inhalts findet die Autorin hier einen Erzählstil mit Pepp und Ironie, bei dem ein leichtes Schmunzeln nicht schwerfällt. Humor und tiefgründigere Themen werden perfekt miteinander verknüpft.

Alles in allem habe ich „Bis zum Himmel und zurück“ dafür geliebt, dass es die Facetten fallen lässt und ernste Thematiken näherbringt, ohne dabei die Sympathie und Unterhaltung für den Leser zurückzustellen.

 

  5 von 5 Sternen


★★★★

 

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 Vielen Dank an die Betreiber von Vorablesen.de bzw. den Rowohlt-Verlag für dieses Rezensionsexemplar! ♥ 
Somit zählt diese Buchbesprechung offiziell als Werbung. Ich betone aber, dass niemand meine Meinung erkauft.
Habt ihr schon mal ein Buch von Catharina Junk gelesen? Ich bin ja super froh, dass ich die Autorin für mich entdeckt habe!😍
Alles Liebe, eure Claudia 

8. März 2018

Nur du und ich und über uns die Sterne - Nina Schiffer

hier
Preis: 3,99
Seitenanzahl: 290
Erscheinungsdatum: 05. März 2018 als eBook
Verlag: Forever (Ullstein)

Beschreibung:

Eigentlich liebt Mia ihren Freund Jonas. Nach einem Jahr ist das Bauchkribbeln zwar weg, aber das ist doch ganz normal, oder? Mia ist sich sicher, das kriegen sie wieder hin. Wenn nur die Neue nicht wäre, Luca, und ihre strahlend grünen Augen. Als Luca auf einer Party ein Mädchen küsst und dadurch die halbe Schule gegen sich aufbringt, muss Mia eine Entscheidung treffen: Soll alles so bleiben, wie es ist? Oder soll sie endlich zu ihrer Meinung stehen – und zu ihren Gefühlen...

Meine Meinung:



Dieser Roman ist für mich persönlich bereits der zweite, den ich von der Autorin Nina Schiffer lesen durfte. Daher wusste ich in etwa bereits, was auf mich zukommt und war andererseits beeindruckt von der positiven Entwicklung der Schreibtechniken.

Zunächst kann ich anmerken, dass mir die Themensetzung des Romans sehr gut gefallen hat. Neben „Den Mund voll ungesagter Dinge“ habe ich noch nie ein Buch aus der Sicht einer Person gelesen, die nicht heterosexuell war. Immerhin nimmt der Anteil der Europäer, die sich nicht als heterosexuell sehen, meines Wissens nach ungefähr zehn Prozent ein. Daher finde ich es gut, dass diese zehn Prozent auch endlich mal in der Literatur verewigt werden, um darauf aufmerksam zu machen, dass es sich hierbei um ganz normale Menschen handelt, obwohl das eigentlich heutzutage schon längst klar sein sollte. Vielleicht schafft es „Nur du und ich und über uns die Sterne“ bei einigen Lesern (so wie bei mir auf jeden Fall), dass diese sich Gedanken über ihre Vorurteile, dummen Kommentare oder Reaktionen machen. Der Roman regt – kurz gesagt – zum Nachdenken über gesellschaftliche Normen und sich selbst an.

Der Einstieg in die Geschichte wird dem Leser sehr leicht gemacht. Wie dem Klappentext bereits entnommen werden kann, tastet die Autorin sich langsam an Mia heran, zeigt sie erst in ihrem gewohnten Umfeld, bevor Luca dieses auf den Kopf stellt. Meiner Meinung nach war es dadurch sehr nachvollziehbar, wie sich die Gefühle, Gedanken und Handlungen von Mia, der Protagonistin, langsam geändert haben.

An mancher Stelle schreitet die Geschichte für meinen Geschmack trotzdem noch etwas zu schnell voran, wie beispielsweise als Luca und Mia sich kennenlernen. Die Liebe, die hier im Roman beschrieben wird, ist ganz klar die manchmal etwas unrealistische „Liebe auf den ersten Blick“, so rasant entwickelt Mia ihre Gefühle. Beim Lesen der Geschichte sollte man daher im Hinterkopf behalten, dass es sich eben um eine jugendliche, frische, leichte und vielleicht erste richtige Liebe (abgesehen von Jonas) handelt und daher so schnell aufkeimt. Ob sich die Gefühle auch langfristig halten werden, steht hier definitiv nicht im Fokus.

Der Schreibstil von „Nur du und ich und über uns die Sterne“ lässt sich wie gewohnt sehr leicht und locker durch die Jugendlichkeit der Wortwahl herunterlesen. Für den Leser ist die Geschichte prinzipiell immer verständlich und der Lesefluss gerät nirgends ins Stocken. Alles in allem handelt es sich auch in diesem Buch der Autorin um einen sehr beschreibenden Schreibstil mit sehr vielen inneren Monologen, welche durch die dazwischengequetschten Weisheiten fürs Leben oftmals etwas überlegt wirken. Es ist klar, dass die Autorin hier den nötigen Tiefgang ihrer Geschichte vermitteln will und dem Leser so viele kleine sowie große Lebensweisheiten mitgegeben werden. An und für sich ist daran nichts falsch, im Gegenteil, aber dies kann schnell etwas übertrieben und aufgesetzt wirken. Mein Fall ist dieser überaus beschreibende Schreibstil nicht immer, obwohl ich eine klare Verbesserung von ihrem ersten Roman zu diesem hier erkennen kann.

In Bezug auf die Charaktere kann ich nur sagen, dass ich mich in Gegenwart von Luca und Mia pudelwohl fühlen würde. Sowohl in der eher zurückhaltenderen Mia, als auch in der wilden Löwin Luca konnte ich mich zu jeden Zeitpunkt wiederfinden und mich mit ihnen identifizieren. Vielleicht liegt es am selben Alter der Hauptpersonen, vielleicht aber auch an der großartigen Vielschichtigkeit, besonders bei Luca – ich wünschte, diese Protagonisten würden existieren und wären meine Freundinnen.

Aufgefallen ist mir hinsichtlich der Höhe- und Tiefpunkte der Geschichte, dass diese etwas zu kurz kommen bzw. nicht ganz ersichtlich werden. Ich hätte mir einen größeren Gegensatz zwischen der ersten Verliebtheit und den daraus folgenden Problemen gewünscht. So richtig gekrieselt hat es bei Luca und Mia nicht.

Zusammengefasst handelt es sich bei „Nur du und ich und über uns die Sterne“ um eine zarte, jugendliche Liebesgeschichte. Obwohl ich ein paar kleine Kritikpunkte aufgezeigt habe, bietet der Roman das Gefühlschaos, das man bei einem Liebesroman haben möchte. Besonders der Aspekt der gleichgeschlechtlichen Liebe hebt das Buch abschließend von anderen 0815-Geschichten ab.

4 von 5 Sternen


★★★

 

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 Vielen Dank an die Autorin Nina Schiffer bzw. den Forever-Verlag für dieses Rezensionsexemplar! ♥ 
Somit zählt diese Buchbesprechung offiziell als Werbung. Ich betone aber, dass niemand meine Meinung erkauft.


Wenn ihr noch weitere Rezensionen zu diesem Buch lesen möchtet, dann schaut doch z.B. → hier ← bei Kitsunebooks vorbei!
Habt ihr eigentlich schon mal ein Buch über ein Pärchen gelesen, das nicht heterosexuell war? Wenn ja, welches? Her mit den Empfehlungen!
Eure Claudia 

6. März 2018

Close to you - Isabell May

Preis: 12
Seitenanzahl: 429
Erscheinungsdatum: 23. Februar 2018
Verlag: ONE
 

Beschreibung:

 
Auf den ersten Blick scheint Violet ein unbeschwertes Mädchen zu sein. Vor Kurzem hat sie ihre Heimatstadt verlassen, um in Maine zu studieren. Sie findet schnell Anschluss am College, und vor allem Aiden geht ihr bald nicht mehr aus dem Kopf. Der Junge mit Bad-Boy-Image hat etwas an sich, dass sie auf unsichtbare Weise anzieht. Doch er zeigt ihr die kalte Schulter, ist kühl und distanziert. Als sie dann aber durch eine Verkettung blöder Umstände in seiner Wohnung einzieht, kann sie sich gegen ihre Gefühle nicht mehr wehren, und die beiden kommen sich näher. Und dabei findet Violet nicht nur mehr über Aiden und sein Geheimnis heraus. Auch sie selbst wird von ihrer Vergangenheit eingeholt.

Meine Meinung:


Zunächst muss ich anmerken, dass ich keine hohen Erwartungen an diesen Roman gehegt habe. Einerseits kannte ich die Autorin zuvor noch nicht und andererseits hatte ich Angst, dass sich die New-Adult-Geschichte nicht von allen anderen würde unterscheiden lassen. Hier setzt bereits mein erstes Lob an. Obwohl „Close to you“ natürlich vom Aufbau her den roten Faden einer typischen Liebesgeschichte beibehält (Mädchen mit dunkler Vergangenheit und Bad Boy), ließen sich hier trotzdem zahlreiche neue Aspekte wiederfinden. Zum einen ist mir der Grund für Violets dunkle Vergangenheit und Flucht von Zuhause noch nie so in einer Geschichte untergekommen. Alleine diese Thematisierung einer neuen Idee hat das Buch für mich sehr interessant und zu etwas Besonderem gemacht. Des Weiteren bezieht sich Isabell May in diesem Roman auch auf andere, sehr bekannte Geschichten wie z.B. „Die Schöne und das Biest“ oder „Frankenstein“. Durch diese Vergleiche, aber vor allem dadurch, dass sie mit diesen dort dargestellten Charakteren bricht, wurden Handlungen, Gefühle und Probleme in „Close to you“ sehr anschaulich und greifbar für den Leser.

Mit diesem Aspekt geht einher, dass sich das Erzählte für mich schlicht und ergreifend echt angefühlt hat. Es kommt nicht oft bei Büchern vor, dass diese sich wie Realität anfühlen, doch hier hatte ich dieses Gefühl. Es war für den Leser deutlich spürbar, dass nichts an dieser Geschichte gestellt oder beschönigt war und dies wirklich so passieren könnte.

Hervorgerufen wird dieses Gefühl sicherlich auch dadurch, dass die Charaktere so detailreich ausgearbeitet sind und nicht nur positive, sondern eben auch negative und nicht lobenswerte Eigenschaften aufweisen. Aber gerade deshalb wirkten Violet und Aiden, aber natürlich auch die Nebencharaktere sehr sympathisch auf mich.

Der Schreibstil gleicht – um sich davon ein Bild machen zu können - meiner Meinung nach denen von anderen deutschsprachigen Autoren wie Mona Kasten, Bianca Iosivoni oder Laura Kneidl. Insgesamt ließ sich „Close to you“ durch die alltägliche, nicht zu spezielle Wortwahl angenehm, leicht und schnell durchlesen.

Obwohl der Roman einige interessante Plot-twists enthält, waren diese allesamt sehr vorhersehbar. Es wurden aus meiner Sicht zu früh zu viele Andeutungen gemacht, sodass ich persönlich alle Wendungen bereits erahnt habe. Dies ist sehr schade, weil dem Leser dadurch die Spannung teilweise genommen wird.

Beim Ende ist mir dies besonders stark aufgefallen. Dazu kam, dass der Schluss für meinen Geschmack zu schnell abgehandelt wurde. Wenn über fast 400 Seiten sich ein riesiger Konflikt anbahnt, dann erwartet der Leser eine dementsprechend große Auseinandersetzung mit dem Problem. Diese bleibt in „Close to you“ außen vor und wird schnell und ein kleines bisschen oberflächlich abgehakt.

Alles in allem liegt es natürlich beim Leser selbst, wie sehr in diese Kritikpunkte stören. Mich konnten diese negativen Aspekte nur bedingt in meiner Begeisterung bremsen.

Insgesamt ist „Close to you“ eine wundervolle Liebesgeschichte, die neue Aspekte aufbringt, mit bekannten Geschichten bricht und mich dadurch fasziniert hat.

 

  4,5 von 5 Sternen

★★★ & 1/2

 

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 Vielen Dank an die Bastei Lübbe AG bzw. den ONE-Verlag für dieses Rezensionsexemplar! ♥ 
Somit zählt diese Buchbesprechung offiziell als Werbung. Ich betone aber, dass niemand meine Meinung erkauft.
 
Und, was sagt ihr zu diesem Buch? Vielleicht wart ihr ja sowieso auf der Suche nach einer New-Adult-Geschichte...😏
Alles Liebe, eure Claudia

5. März 2018

Sunshine Blogger Award 🌞

Willkommen zurück auf meinem Blog!

Die super liebe → Josi von Tintentraumwelt ← hat mich letzte Woche zum Sunshine Blogger Award nominiert. Ich habe mich natürlich sehr gefreut, weil es das erste Mal war, dass ich mit meinem Blog irgendwo getaggt wurde!😊

Der Sunshine Blogger Award ist für diejenigen, die kreativ, inspirierend und positiv beim Versprühen ihres Sonnenscheins in der Buchblogger-Community sind! Vielen Dank dafür!

  • Danke dem Blogger, der dich getagged hat und markiere ihn mit seinem Link
  • Beantworte die 11 Fragen, die der Blogger dir gestellt hat
  • Nominiere 11 neue Blogger für den Award und stelle 11 Fragen
  • Liste die Regeln auf 
Josis Fragen lauteten:

1) Was war dein Jahres-Top und was dein Jahres-Flop aus 2017?
Bei meinem Jahres-Flop musste ich nicht lange überlegen: Das war mit Abstand "Wie ein gewaltiger Sturm" von Samantha Towle. Dieses eBook habe ich mal kostenlos bekommen, aber nun ja - es war das Lesen NICHT wert!😰😩
Wenn ich dagegen über ein einziges Jahres-Top nachdenke, dann fallen mir eigentlich mindestens 11 Bücher bzw. Reihen ein. Um aber nicht die Bücher zu pushen, die ich sowieso andauernd erwähne, nenne ich hier mal eine unbekanntere Buchreihe, die mich zu 100% verzaubern konnte: Die gesamte Engelsfors-Trilogie von Sara B. Elfgren und Mats Strandberg - eine absolute Empfehlung!

2) Welches Buch, das 2018 erscheint, musst du unbedingt lesen?
SAVE ME! Natürlich! Ich weiß nicht, ob das zählt, weil das Buch von Mona Kasten bereits erschienen ist. Und ich habe es leider, leider noch nicht gelesen. Es gibt aber keine andere Antwort auf diese Frage, kein anderes Buch, auf das ich mich Anfang 2018 so sehr gefreut habe!
Hat es jemand gelesen und fand es schlecht? Ich glaube nicht. Das sagt alles!😍

https://www.luebbe.de/cache/media/images/detail_product/images/ausgabe/2/6/8/2/8/2/0/69dfe48df9ab6db8.jpeg
hier

3) Führst du ein Reading Journal mit Übersichten, Statistiken etc. und wenn ja, seit wann?
Ja, das tue ich tatsächlich. Ich habe Anfang 2017 damit angefangen, als ich es bei Josi gesehen habe. Mein "Buch der Bücher" hilft mir schlicht und einfach dabei, den Überblick zu behalten. Außerdem liebe ich es, solche Statistiken zu erstellen.

4) Was war das letzte Buch, das du abgebrochen hast. Und wieso?
Das ist so lange her, dass ich mich nicht mehr daran erinnern kann. Ich versuche immer, die Bücher trotzdem zu Ende zu lesen. "Gläsernes Schwert" von Victoria Aveyard hätte ich aber fast abgebrochen, weil es so langweilig war und sich extrem gezogen hat.

5) Von welchem Buchcharakter würdest du dich am liebsten einen Tag durch deinen Alltag begleiten lassen?
Oh, das ist schwierig. Spontan würde ich sagen, dass ich Dumbledore wähle. Dann könnte ich ihn auch fragen, wo mein Hogwartsbrief geblieben ist😂


6) Hast bestimmte Angewohnheiten beim Lesen? Wenn ja, welche?
Ja, ganz viele! Diese Frage nimmt allerdings einen geplanten Blogpost etwas vorweg, deshalb antworte ich jetzt nicht so ausführlich. Eine bestimmte ist z.B., dass ich Taschenbücher, bevor ich sie anfange zu lesen, immer falze, damit sie nicht so schnell Leserillen bekommen. Macht das jemand? Oder bin ich komisch?

In der rechten Ecke seht ihr, was ich mit falzen meine.

7) Von welchem/-r Autor/in sollte deiner Meinung nach jeder mal ein Buch gelesen haben? Und wenn ja, welches seiner/ihrer Bücher würdest du am meisten empfehlen?
Mir würden auch bei dieser Frage sehr viele Autoren/-innen einfallen. Als ein Beispiel nenne ich hier mal Kerstin Gier mit der Edelsteintrilogie. Wer die noch nicht gelesen hat, verpasst so viel!


8) Welche Art von Posts liest du am liebsten auf anderen Blogs und welche verfasst du selbst am liebsten?
Bei anderen lese ich am liebsten Rezensionen, aber nur, wenn es Bücher sind, die ich eventuell lesen möchte, oder weil ich wissen will, ob die Blogger genauso über ein Buch denken. Über Neuzugänge lese ich auch sehr gerne, weil man so sehr viel über Neuerscheinungen mitbekommen kann. Ganz toll finde ich aber auch etwas persönlichere Blogposts!
Ich selbst verfasse am liebsten Blogposts, die sich von den Standardsachen (Rezensionen, Neuerscheinungen und Lesemonate)  abheben und etwas Besonderes sind, d.h. die Blogposts, die sich bei mir unter der Kategorie "Sonstiges" verstecken.

9) Wie bist du eigentlich dazu gekommen, einen Blog zu führen?
Durch → Sophie ← bin ich vor einigen Jahren dazu gekommen, mir eine Geschichtsseite auf Instagram anzulegen und zu schreiben. Aus Zeitgründen habe ich irgendwann aber eher meine Liebe zum Lesen auf Instagram ausgelebt. Letztes Jahr habe ich dann meinen Blog erstellt, weil mir das Ganze auf Instagram zu "wenig" war und ich meine Interessen in Form von größeren Posts teilen wollte 😇

10) Wenn du in einem New Adult Roman "mitspielen" würdest, wärst du eher das Good-Girl oder das Bad-Girl?
Ich wäre zu 10000% das Good-Girl. Alleine, wenn ich mich als Bad-Girl vorstelle, muss ich lachen. Das würde gar nicht zu mir und meiner Art passen!

11) Apropos "Sunshine Blogger Award" - willst du auch, dass endlich der Frühling kommt? Und ganz random: was ist deine liebste Jahreszeit?
Ich kann mich mal wieder nicht entscheiden. Jede Jahreszeit hat etwas Wunderschönes und etwas nicht so Tolles an sich. Aktuell freue ich mich aber so sehr auf den Frühling und die ersten Sonnenstrahlen.


Ich nominiere (leider kenne ich nicht so viele Bücherblogger):
Isabel von thatweirdbookgirl
Miri von Miris Momente
Celina von Seitentraeumer
Emily von Junimädchen 
Alena von Tintenblüte
Pia von pia_liest
Sandra von Flüsternde Worte
Giuliana von FräuleinZeilenliebe

Ich freue mich, wenn ihr mitmacht!

Meine 11 Fragen für euch:
1) Wenn du für immer in einer Buchwelt leben müsstest, welche wäre das?
2) Warum liest du?
3) Falzt du deine Taschenbücher auch, damit sie nicht so viele Leserillen bekommen?
4) Was benutzt du als Lesezeichen?
5) Was war das letzte 5-Sterne-Buch, das du gelesen hast?
6) Musst du Bücher immer kaufen oder tut's die Bücherhalle auch?
7) Was sagst du zu Mängelexemplaren?
8) Sortierst du deine Bücher aus, wenn sie dir nicht gefallen haben? Warum?
9) Schreibst du selber (außer Blogposts natürlich)?
10) Planst du deine Blogposts, wenn ja, wie?
11) Was verrät dein Leseverhalten über dich?

Viel Spaß beim Beantworten der Fragen!
Bis bald,
eure Claudia😸