27. September 2018

Das unsichtbare Mädchen | Charis Cotter

WERBUNG | ANZEIGE (REZENSIONSEXEMPLAR) 
Preis: 9,99€ | Paperback
Seitenanzahl: 352
Erscheinungsdatum: 10. September 2018
Verlag: cbt
Originaltitel: The Swallow - A Ghost Story

Beschreibung:


Die Freundschaft von Polly und Rose beginnt mit einem Dachboden und einem Geheimgang. Während Polly auf der Flucht vor ihrer lauten Großfamilie ist, wird Einzelkind Rose von einer rätselhaften Begabung verfolgt. Stück für Stück kommen die beiden Mädchen einem dunklen Familiengeheimnis auf die Spur... 
 

Meine Meinung:


Ich weiß nicht genau, was ich von diesem Buch erwartet habe, als ich es angefragt und begonnen habe – aber definitiv nicht das.

Bereits auf den ersten Seiten wird klar, dass die Geschichte immer abwechselnd aus Pollys und Roses Sicht erzählt wird. Die Kapitel sind hierbei zwar immer von einer normalen Länge, allerdings wechseln die Sichtweisen teilweise jede zweite Seite, was meiner Meinung nach vergleichsweise sehr, sehr oft ist. Vermutlich wollte die Autorin damit bezwecken, dass man sich als Leser gut in beide Protagonisten hineinversetzen kann. Aus meiner Sicht hätten diese häufigen Sichtwechsel jedoch nicht sein müssen: Mich hat es meistens nur aus dem Lesefluss gebracht, da die Erzählungen so ein wenig abgehackt waren. Zudem wird des Öfteren das gleiche Geschehen zwei Mal erzählt, einmal aus Pollys und dann noch einmal aus Roses Sicht, wodurch es zu unnötigen Dopplungen gekommen ist.

Eine kleine Überraschung gab es für mich, als man erfahren hat, dass die beiden Hauptpersonen nicht – wie erwartet – Teenager, sondern gerade mal zwölf Jahre alt sind. Positiv ist, dass sich dies auch im Schreibstil widerspiegelt, da dieser dementsprechend kindliche Sprache beinhaltet und an die Umstände angepasst wurde. Für mich persönlich aber eher kritisch war, dass ich mich nicht richtig mit den Protagonisten identifizieren konnte und sogar eine gewisse Distanz zwischen mir als Leser und den Charakteren geherrscht hat, obwohl natürlich auch ich einmal so klein gewesen bin.

Zur Themensetzung des Buchs kann ich nur wiederholen, was vorab bereits verraten wird: Es handelt sich um eine Geschichte über Geister, Tod, Familie und Freundschaft. Diese Themen wurden meiner Meinung nach auch sehr gut umgesetzt. Einerseits konnte man sich über Seiten hinweg so richtig gruseln, das Buch rief tatsächlich trotz des jungen Alters der Protagonisten ein sehr beklemmendes Gefühl beim abendlichen Lesen in mir hervor. Andererseits werden auch ganz andere Gefühle zur Gefühlsachterbahn verarbeitet, von Freude über gemeinsame Interessen und neue Freundschaften über Wut bis Trauer.

Etwas schade finde ich es abschließend, dass „Das unsichtbare Mädchen“ für mich sehr vorhersehbar geblieben ist. Die Wendungen waren meiner Meinung nach nicht wirklich überraschend und vor allem das Ende habe ich schon etliche Kapitel vorher erahnt, weil sich eigentlich kein anderes Ende angeboten hätte. Verständlicherweise wird einem ein bisschen der Spaß bzw. Drang genommen, weiterzulesen, sodass ich mir weniger offensichtliche Handlungsstränge gewünscht hätte.

Zusammengefasst ist dieser Roman aufgrund der andauernd schnellen Sichtwechsel, der sehr jungen Charaktere und voraussagbaren Wendungen leider für mich nicht mehr als ein kleines Vergnügen geworden. Ich könnte mir aber vorstellen, dass „Das unsichtbare Mädchen“ vor allem von jüngeren Lesern als spannend empfunden wird.

  2,5 von 5 Sternen

★ & 1/2

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Vielen Dank an den cbt-Verlag und die Verlagsgruppe Randomhouse bzw. an die Betreiber des Bloggerportals für dieses tolle Rezensionsexemplar! ♥
Somit zählt diese Buchbesprechung offiziell als Werbung. Ich betone aber, dass
niemand meine Meinung erkauft.

Dieses Buch war bei mir ein typischer Fall von Coveropfer. Kennst du das?😂🙆
Alles Liebe, Claudia

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